RASTEDE - Mehr als 2700 Frauen sind aufgerufen, das „Mammomobil“ zu besuchen, das zurzeit auf dem Aula-Vorplatz an der Bahnhofstraße in Rastede parkt: zur Gesundheitssicherung. Der Früherkennung von Brustkrebs dient die Aktion, die seit 2002 im Nordwesten Niedersachsens angeboten wird.
Vor zwei Jahren stand das „Mammomobil“ erstmals in Rastede. 57,4 Prozent der Frauen hatten damals an der kostenlosen Untersuchung teilgenommen. „Eigentlich hätten es noch mehr sein können“, kommentierte Dr. med. Gerold Hecht, Radiologe aus Wittmund und verantwortlicher Arzt des Mammografie-Screenings. Indes ist er zuversichtlich, dass bei der nunmehr „zweiten Runde“ noch mehr Frauen die Chance nutzen, einen möglichen Tumor sehr frühzeitig diagnostizieren zu lassen.
Denn bei dieser Untersuchung können Karzinome in der Regel schon bei einer Größe von 5 Millimetern, oft noch darunter, erkannt werden, wogegen Haus- und Frauenärzte einen Tumor mitunter erst bei einer Größe von 2 Zentimetern entdecken – oder in bestimmten Lagen überhaupt nicht.
Das sich das „Mammomobil“ bewährt hat, bestätigte auch Dr. med. Josef Mayer, Chefarzt im Brustzentrum der Ammerlandklinik in Westerstede, mit der das „Mammografie Screening Niedersachsen-Nordwest kooperiert. 15 Prozent aller Fälle von Brustkrebs, die hier behandelt werden, sind über das Screening-Programm entdeckt worden – so früh, dass in vielen Fällen gute Heilungschancen bestehen, noch bevor der Tumor streut.
Die Bilder, die bei der Mammografie erzeugt werden, werden digitalisiert Fachärzten übermittelt. Nach etwa fünf Werktagen erhalten die Frauen Nachricht, ob der Befund negativ ist oder ob sie zur Abklärungsuntersuchung die Klinik aufsuchen sollten.
Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren, die bis Ende Januar keine Einladung erhalten haben, sollten sich beim „Screening“ unter 04462/208080 melden.
