RASTEDE - Wie versteinert stehen 35 Kinder am Freitagmittag in der Grundschule Rastede-Kleibrok. Fünf Tage haben sie sich mit Ton, Speckstein und Farben beschäftigt, nun sind sie selbst zu Kunstwerken geworden. Und die kann man nur durch Aufmerksamkeit wieder zum Leben erwecken“, sagt Dorothee Mürmann.

Gesagt, getan, nur wenige Minuten später sind die Skulpturen wieder zu Kindern geworden, und die müssen ihren Eltern, Großeltern, Tanten und Geschwistern erst mal zeigen, was sie die vergangenen Tage so getrieben haben, wenn sie trotz Herbstferien jeden Morgen in die Grundschule Rastede-Kleibrok marschierten.

Um acht Uhr startete dort nämlich schon die Paletti-Herbstwerkstatt. „Wir haben jeden Morgen mit einer Runde Sport angefangen“, erklärt Mürmann, die die Paletti-Werkstatt inzwischen zum vierten Mal organisiert hat. „Danach gehen die Kinder dann an die Müslibar und wir frühstücken gemeinsam.“ Und dann beginnt natürlich die Arbeit in der Werkstatt.

Jeden Morgen konnten die Kinder sich neu entscheiden, was sie machen möchten: Speckstein-Arbeiten mit der Künstlerin Angelika Borchardt oder Töpfern mit Dorothee Mürmann. Im Laufe des Workshops entstanden so viele kleine Steinskulpturen, eine Großfamilie Tonigel und fast ein ganzes Tonservice.

„Die Kinder sind richtig in die Teller- und Geschirrproduktion eingestiegen“, erzählt Mürmann. Aber nicht nur in diesem Bereich wurde viel geschafft, fast nebenbei malten die Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren noch Bilder und druckten die Einladungskarten für ihre Eltern. Denn die sollten schließlich am Freitagmittag sehen, was ihre Kinder so alles gemacht hatten.


Und damit das so richtig gut zur Geltung kam, bevor es von den Kindern mit nach Hause genommen werden konnte, wurden die getöpferten Stücke auf kleinen Tischen, die vorher mit schwarzen Tüchern abgedeckt worden waren, drapiert und mit allerlei Herbstlaub dekoriert.

Dort konnte man sich dann nicht nur die eigenen selbst getöpferten Dinge ansehen, sondern auch gleich die der anderen. Auch der achtjährige Sebastian schaute sich bei der Ausstellung die Stücke ganz genau an. Er hatte einen Kerzenständer, einen Teller, eine Kugel und ein Namensschild gemacht – alles aus Ton und mit viel Spaß, versteht sich.

Den hatte auch die Organisatorin Dorothee Mürmann, die bei der Herbstwerkstatt nicht nur von Angelika Borchardt, sondern auch von den vier Schülerinnen Thea, Johanna, Hanna und Anneli unterstützt wurde. So viel Spaß, dass sie nun wahrscheinlich auch ein Weihnachts-Paletti anbieten möchte.