RASTEDE - „Auch der längste weg beginnt mit dem ersten Schritt.“ Mit diesem Zitat führte Referent Ahmet Düman in Vertretung seines Onkels Feremez Düman in seinen Kurzvortrag beim 44. Ammerländer Gründertreff im Rasteder „Schlosspark Hotel“ ein. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler berichtete über die Phasen der Existenzgründung des Feinkostunternehmens „C.Weers“, das sein Onkel vor kurzem vom Inhaberehepaar übernommen hatte. „Der größte Fehler, den man bei einer Neugründung begehen kann, ist es, keine vernünftige und ehrliche Planung aufzustellen“, erklärte Dümas. Man müsse sich über die Finanzierung Gedanken machen und die Marktsituation kritisch analysieren. „Außerdem“, betonte er, „sollte man besonderen Wert auf Qualität legen. Das fordern Kunden und das wissen sie zu schätzen.“
Eher durch Zufall in die Selbstständigkeit rutschte das Brüderpaar Volker und Tobias Cordes. Ihr EDV-Dienstleistungsunternehmen wurde bereits zu frühen Studienzeiten gegründet. Seit 2002 ist das Duo gemeinsam tätig und berichtete, mit wie viel Zeitaufwand die eigene Existenz verbunden war. „Wir arbeiteten und arbeiten auch jetzt noch am Sonntag, wenn es sein muss. Unsere Kunden werden umfassend beraten und fühlen sich deshalb wohl“, beschreiben sie den Schlüssel zum Erfolg. Neben einem guten Preis–Leistungs-Verhältnis und Kundennähe müsse aber auch auf eine günstige Lage der Geschäftsräume und Parkplätze am Haus geachtet werden. Auch für Volker und Tobias Cordes sind Einsatzbereitschaft, Ehrlichkeit und Know-How die Grundpfeiler beruflichen Erfolgs.
Das Treffen wurde abgerundet durch Fachvorträge der Referenten Edgar Jantz, Leiter Direkt Marketing Center der Deutschen Post AG Bremen, und Dr. Thomas Jürgens, Baudezernent beim Landkreis Ammerland. „Gerade für Existenzgründern ist es wichtig, einschlägige, baurechtliche Anforderungen zu kennen“, sagte Dr. Jürgens und verwies darauf, dass viele vor Beginn ihrer Selbstständigkeit oft keine Kenntnis darüber hätten, dass auch für ein Büro im eigenen Hause unter Umständen eine Nutzungsänderung beantragt werden müsse. Auch die Notwendigkeit, Geschäftsräume behindertengerecht oder zumindest behindertenfreundlich zu gestalten, tauche oft erst nach fertiger Planung auf. Schließlich gab der Baudezernent den Anwesenden einen Überblick über das Baugenehmigungsverfahren vom richtigen Ansprechpartner über die benötigten Formulare bis hin zur Entscheidungsfindung und den Kosten. „Wir stehen als Landkreis den Existenzgründern gerne hilfreich zur Seite“, erklärte Dr. Jürgens. Ein Versprechen, dass auch Henning Dierks und Michael Strebel vom Amt für Wirtschaftsförderung des Landkreises betonten. Sie kündigten an, dass es in der Woche vom 15. bis 21. November, der Woche der Gründer, eine Gründersprechtags-Messe im Kreishaus geben werde.
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