RASTEDE - Der Versuch der Initiative gegen das Industriegebiet am Autobahnkreuz Oldenburg-Nord, die Rodungsarbeiten im dem betroffenen Wald sofort zu stoppen, ist gescheitert. Wie die Pressestelle des Oberverwaltungsgerichtes Lüneburg am Donnerstag gegenüber der NWZ bestätigte, habe der Senat keinen Anlass gesehen, die Fällarbeiten aufzuhalten. Für eine entsprechende Antragstellung hätte seit dem Beschluss im Oktober Zeit bestanden, hieß es. Auch dem Argument, dass erst ein Unternehmen Interesse an einer Ansiedlung gezeigt habe, hätten sich die Richter nicht angeschlossen: Eine Gemeinde könne durchaus auf Vorrat planen. Die Entscheidung, so die Pressestelle weiter, habe indes keinen Einfluss auf das mögliche noch folgende – und langwierige – Normenkontrollverfahren.

Die Gemeinde Rastede sieht in der Entscheidung „mehr als einen Fingerzeig, dass wir rechtmäßig gehandelt haben“, erklärte Bürgermeister Dieter Decker gegenüber dieser Zeitung. Die Planung sei mit Sorgfalt erstellt worden, „und wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“.

Martina Muhr, Sprecherin der Initiative, ist mit dem Ergebnis „absolut unzufrieden“. Aufgeben würden die Gegner des Industriegebietes indes nicht: „Wir werden das Unterste nach oben kehren – und haben ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben.“ Wenn dieses vorliegt, „werden wir entscheiden, ob wir ein Normenkontrollverfahren einleiten“.

Denn nach wie vor „sind wir überzeugt, dass ein Industriegebiet hier nicht hingehört“.