RASTEDE - Ob die Männer im Jahr 1929 mit der Gründung des Landfrauenvereins in Rastede einverstanden waren? „Bestimmt nicht“, schmunzelt Hille Töpken, Ehrenvorsitzende des Vereins. „Damals war ja noch einiges anders.“

Einen Rückblick auf die nunmehr 80-jährige Geschichte ihres Vereins unternahmen die Landfrauen am Mittwoch im Schlossparkhotel. „80 Jahre sind zwar nicht so eine lange Zeit wie Rastedes 950 Jahre, aber sie sind es doch wert, dass man einen Rückblick hält“, so Hille Töpken. Gegründet worden war der Verein zum Erfahrungsaustausch zwischen den Frauen untereinander. Auch die geistige und kulturelle Entwicklung sollte gefördert werden. „Als Elisabeth Böhm 1898 den ersten Landfrauenverein in Lamsgarden gründete, wollte sie die Situation der Frauen auf dem Land allgemein verbessern. Vor allem ihre landwirtschaftlichen Produkte sollten besser vermarktet werden“, erzählte Töpken.

„Heute bestehen die Landfrauen nicht mehr aus Bäuerinnen, sondern vor allem aus Frauen vom Land“, so Töpken. Auch die Themen hätten sich geändert. „Früher ging es um die große vierwöchige Wäsche, heute um Energieeffizienz im Haushalt“, sagte die Ehrenvorsitzende. „Unsere Themen sind also immer aktuell.“

Auch Antje Böning, Vorsitzende des Vereins, sieht die Zukunft des Vereins positiv. „Wir sind noch kein bisschen leise geworden“, sagte sie. „Unser Verein hat mit sieben Mitgliedern angefangen, heute sind es um die 210.“

Bürgermeister Dieter Decker gratulierte den Landfrauen. „Ihr seid tief verwurzelt in der Gemeinde. Und dass immer so viele Mitglieder den Saal füllen wie hier bei euch, kann sich jede politische Partei nur wünschen“, sagte er. Auch Michael Kusch, Pastor der evangelischen Gemeinde Rastede, und Landrat Jörg Bensberg gehörten zu den Gratulanten.


Infos unter

www.landfrauen-ammerland.de