RASTEDE - Es ist Liebe auf den ersten Blick. Kaum hat die dreijährige Smilla aus Oldenburg auf dem Rücken des mehr als doppelt so alten Ponys Rocky Platz genommen, da sind die beiden auch schon unzertrennlich. Darf ich den mit nach Hause nehmen?, fragt Smilla ihre Mutter mit großen Augen. Wir müssen doch nur einen Stall im Garten bauen. Ich helfe auch mit. Wie die Mama da wieder rausgekommen ist, war nicht mehr zu erfahren.
Die kleine Smilla war eines von vielen Kindern, die zusammen mit ihren Eltern am Freitag zum Familientag des 62. Oldenburger Landesturniers nach Rastede (Kreis Ammerland) gekommen waren. Und für fast alle war das Reiten auf den Ponys der absolute Höhepunkt.
So auch für die zwölfjährige Mia Schilling aus Brake. Sie ist mit dem Reitverein Ovelgönne angereist, um ihre Teamkameraden bei den Ponyspielen zu unterstützen, die während des Familientages ausgetragen wurden. Ich bin nur als Ersatzreiterin dabei, sagt sie. Aber nächstes Jahr möchte ich endlich auch mit antreten.
Neben dem Ponyreiten wurde noch vieles mehr geboten. Bei Spielen vom Hufeisenwerfen bis hin zum Luftballon-Weitflug-Wettbewerb konnten sich die kleinen Besucher versuchen. Auch dieNWZ
war vor Ort und bot ein Kinderschminken an, das großen Anklang fand.Auch Claas Daun, langjähriger Leiter des Oldenburger Landesturniers, stattete dem Familientag einen Besuch ab. Das ist eine Tradition, die wir gern pflegen, und ein weiterer Stein in unserer Krone, sagt er. Der Familientag ist für viele zukünftige Reiter das erste Mal, dass sie mit Pferden in Berührung kommen. In puncto Nachwuchsgewinnung ist dieser Tag enorm wichtig für uns.
Der Familientag war indes nicht die einzige Aktion während des Landesturniers, die nicht direkt mit dem eigentlichen Wettkampfgeschehen auf den Spring- und Dressurplätzen zu tun hatte. Eine weitere war die Elite-Stutenschau, bei der die Miss Oldenburg 2010 ermittelt wurde. Den Titel sicherte sich am Ende Fifty-Fifty aus dem Stall des Lastruper Züchters Peter Wreesmann.
