RASTEDE - Das Foto der „glücklichen Kühe“, die am Logemanns Damm den Stall verlassen konnten, um frische Winterluft zu schnuppern, rief ein Ehepaar aus Hankhausen auf den Plan, dem eine Kuhherde im Winkel zwischen der Park- und der Mühlenstraße aufgefallen war, das dort in den vergangenen Wochen bei Schnee und Minusgraden zusammengekauert gestanden und „überhaupt keinen glücklichen Eindruck gemacht hatte“.

Um Tierquälerei handele es sich dabei aber keineswegs, erklärte Dr. Frank Meyer, Amtstierarzt und Leiter des Veterinäramtes beim Landkreis Ammerland, auf Anfrage der NWZ . Bei der Haltung im Freien müsse gewährleistet sein, dass die Tiere Futter und Wasser haben, und es müsse ein trockener Platz zum Liegen vorhanden sein, entweder Stroh oder trockener Sandboden, und der Boden müsse trittfest sein, und die Tiere müssten täglich kontrolliert werden – das alles sei hier gegeben. Der Landwirt selbst habe sich bereits mit dem Landkreis in Verbindung gesetzt und die Haltung im Freien erörtert. Frieren würden die Tiere nicht, hieß es seitens des Veterinäramtes; selbst wenn ein Unterstand vorhanden sei, werde dieser von den Kühen oft gar nicht genutzt, „sie halten sich lieber im Freien auf“. Die Tiere würden auch die Weide einem Stall vorziehen, „in dem die Luft oft wirklich nicht so gut ist“. Dr. Meyer erklärte, dass er die Haltung der Kühe im Freien „im Auge behalten“ werde.