RASTEDE - Ob „Holz und mehr“, „CbyG – Bags & more“ (Taschen aus recyceltem Kunststoff), „Drahtesel“ (Fahrradwerkstatt) oder „Cross and Liquid“ (Getränke und kleine Mahlzeiten) – die Schülerfirmen an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) werden weiter geführt. Die jungen Leute haben im vergangenen Schuljahr nicht nur produziert, sondern ihre Waren und Dienstleistungen auch vermarktet. Und nicht nur das: Vor der Übergabe der Firmen an die nachfolgenden Jahrgänge haben sie Bewerbungsverfahren durchgeführt, bis hin zum Vorstellungsgespräch. „Das war äußerst spannend“, blickt Gerold Windels, Leiter des Hauptschulzweiges zurück: „Die Achtklässler kamen gut gekleidet zu den Gesprächen – und mit Umgangsformen, die ich so von ihnen noch gar nicht kannte.“

Kritisch hinterfragt worden seien von den „Chefs“ vor allem die Zeugnisnoten zum Arbeitsverhalten. Und während einige gleich zwischen zwei Firmen aussuchen konnten, musste anderen abgesagt werden – „wie im wirklichen Leben“.

Bei der Verabschiedung der Schülerfirmen erinnerte Windels an viele Ereignisse: an die Firmen „Food Factory“ und „Shake it Baby“, die bei den Abschlussfeiern Getränke und Snacks servierten, an „CbyG“, deren Mitarbeiterinnen frierend auf dem Weihnachtsmarkt ihre Produkte anboten, an den KGS-Shop, der kistenweise Blöcke, Hefte und Stifte zum Standort Feldbreite schleppte, an „Holz und mehr“, die Holzbänke mit einem Auftragsvolumen von 2000 Euro zur Grundschule Lehmden beförderte oder an den „Drahtesel“, der mit einer Beleuchtungskontrolle überraschte.

Belohnt wurden die Schülerinnen und Schüler mit „Betriebsausflügen“, ansonsten fließt der Erlös in ihre Schulklassen – für Klassenfahrten.

Für besonderes Engagement zeichnete Windels aus: Costa Müntzel, Janina Garms, Birte Wefer, Mariam Al Hey, Kristin Meer, Aileen Janssen, Sandra Hörmann, Kevin Cordes, Mathias Dietsch, Bastian Dörfel und Marcel Hohn. „Wenn man sich engagiert, kann man tolle Sachen erreichen“, lobte Windels die Schülerfirmen.


Demnächst starten die neuen Schülerfirmen. Sie werden übrigens unterstützt von heimischen Betrieben, freute sich Windels.