RASTEDE - Über 50 Jahre alt sind die Bahnschwellen und Schienen des Gleises 3 zwischen Bahnübergang Schloßstraße und Bahnhof. Bis Freitag sollen die Arbeiten beendet sein.

Von Thomas Neunaber

RASTEDE - Kein Fahrzeug, sondern nur noch Fußgänger und Radfahrer können seit gestern den Bahnübergang Schloßstraße in Rastede passieren. Grund für die Sperrung: Der komplette Schienenkörper von Gleis „3“ des Rasteder Bahnhofs wird auf rund 800 Meter Strecke komplett erneuert. Die Erneuerungsarbeiten schließen auch den Bahnübergang an der Schloßstraße mit ein. Hier werden nicht nur die Gleise erneuert, sondern gleich eine neue Teerschicht aufgetragen.

„Wir sind rund um die Uhr im Einsatz“, sagt Bauleiter Georg Bonnekessel vom Elzer Unternehmen Albert Fischer. Das Unternehmen aus dem Raum Hannover hat sich auf den Bahnbau spezialisiert und ist im gesamten Bundesgebiet für die Bahn tätig. Den Einsatz im Ammerland bezeichnet der Ingenieur als „Routinearbeit“.

Acht Mitarbeiter sind für die Rasteder Bahnerneuerung im Einsatz. Die Erneuerungsarbeiten sind nötig, weil die alten Holzschwellen von 1953 und die Schienen von 1954 nicht mehr im besten Zustand sind. „Zuletzt wurde der Bereich 1970 aufgearbeitet“, sagt Bonnekessel. In Rastede werden die alten Bahnteile allerdings nicht durch Neuteile, sondern aus Kostengründen durch aufgearbeitete Bahnschwellen und -schienen ersetzt.

Erneuert wird auch das komplette Gleisbett auf dem Streckenabschnitt. „In den nächsten Tagen könnte es vor allem nachts recht laut werden, weil wir mit unserer Gleisbett-Reinigungsmaschine im Einsatz sind“, warnt Bauleiter Bonnekessel. Gestern Mittag rückte bereits ein Spezialkran an, um die 120 Meter langen Gleisstücke von den Transportwagen abzuladen.


„Durch die Bauarbeiten könnte es in den nächsten Tagen auch zu einer Vollsperrung kommen“, sagt Bonnekessel. Bis Freitag, 24. März, sollen die Sanierungsarbeiten rund um den Rasteder Bahnhof abgeschlossen sein.

Dem Wunsch einiger Rasteder Bürger, den hiesigen Bahnhof mit sanitären Anlagen auszustatten, erteilte derweil Bahnhofsmanager Rolf von Häfen aus Oldenburg eine Absage. Bei Bahnhöfen dieser Größenordnung ist keine Toilette vorgesehen, so der Bahnmitarbeiter. Die Kosten für eine Toilettenanlage müsste dann schon die Gemeinde Rastede übernehmen. „Im Zwischenahner Bahnhof hat die Kommune den Einbau der sanitären Anlagen bezahlt“, berichtet von Häfen.