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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Wachsende Sorge vor Afrikanischer Schweinepest

04.06.2019

Rastede /Oldenburg Bei den ländlichen Genossenschaften in Weser-Ems wächst die Sorge vor einer möglichen weiteren Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP). „Es ist nur eine Frage der Zeit, wann wir auch in Deutschland damit zu tun haben werden“, warnte Axel Schwengels, Verbandsdirektor beim Genossenschaftsverband Weser-Ems, am Montag bei der Vorstellung der Jahresbilanz der ländlichen Genossenschaften und Energiegenossenschaften in Weser-Ems.

Während 2018 vor allem der „Jahrhundertsommer“ die Entwicklung der Genossenschaften geprägt habe, sorgen aktuell politische Entwicklungen, wie die Brexit-Diskussion und der Handelsstreit zwischen den USA und China für Unsicherheit, sagte Verbandsdirektor Johannes Freundlieb. Die Bilanz im Einzelnen:

Warengenossenschaften:

Mit Blick auf die Hitze und die langanhaltende Trockenheit im Sommer sprach Freundlieb von einem „anspruchsvollen Jahr“ für die 40 dem Verband angehörenden Warengenossenschaften und -gesellschaften. Vor allem die Getreidevermarktung und der Handel mit Pflanzenschutzmitteln hätten unter den Bedingungen gelitten. Dagegen stiegen die Umsätze im Geschäft mit Mineralölprodukten – was vor allem auf deutlich gestiegene Preise zurückzuführen war. Der Gesamtumsatz der 40 Warengenossenschaften legte um 5,2 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zu. Das Jahresergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr von 11,6 auf 14 Millionen Euro. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen sei man „sehr zufrieden“, sagte er.

Viehvermarktung:

Umsatzeinbußen von neun Prozent auf 966 Millionen Euro mussten die 23 dem Verband angehörenden Viehvermarktungsgenossenschaften und -gesellschaften 2018 hinnehmen. Hauptgrund seien deutlich gesunkene Preise für Schlachtschweine gewesen, so Freundlieb. Die Zahl der vermarkteten Tiere sank von 7,2 auf 6,8 Millionen. Das Jahresergebnis blieb mit 1,3 Millionen Euro (2017: 1,4 Millionen) nahezu konstant. „Der Schweinemarkt ist wegen der starken Schwankungen in den vergangenen Jahren schwieriger geworden“, sagte Freundlieb. Immerhin: Im laufenden Jahr profitierte die hiesige Schweinebranche bislang von stark gestiegenen Preisen. Hauptgrund ist eine stark gestiegene Nachfrage aus China wegen der dort grassierenden Afrikanischen Schweinepest.

Molkereien:

Am Milchmarkt sei die Entwicklung 2018 „wechselhaft“ gewesen, sagte Schwengels. Nachdem im Frühjahr global wachsende Milchanlieferungen die Erlöse unter Druck gesetzt hätten, ging das Milchaufkommen in der zweiten Jahreshälfte zurück, was für Entspannung sorgte. Die dem Verband angehörenden Molkereien, darunter mit DMK und Ammerland auch zwei Branchenriesen, mussten 2018 einen Umsatzrückgang um 200 Millionen Euro auf 6,5 Milliarden hinnehmen. Auch das Jahresergebnis war mit 36,5 (2017: 38,3) Millionen Euro leicht rückläufig.

Energie:

71 Energiegenossenschaften mit 15 200 Mitgliedern gab es Ende 2018 in Weser-Ems. „Die Anzahl hat sich damit in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt“, hob Schwengels die beachtliche Zahl an Gründungen in der Region hervor.

Zuletzt kam es allerdings kaum noch zu Neugründungen, was Schwengels auch darauf zurückführte, dass die Initiierung und federführende Errichtung von Bürgerwindgenossenschaften mit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017 deutlich erschwert worden sei. „Die finanziellen Hürden, die aufgrund der Teilnahme am Ausschreibungsverfahren bestehen, sind für kleine, regional verankerte Bürgerenergieprojekte nur schwer zu überwinden“, kritisierte er.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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