RASTEDE - Er trägt bis zu 400 Kilo, also vier bis sechs Personen, fährt vom Erdgeschoss bis in den zweiten Stock über drei Ebenen und zieht mit einer Geschwindigkeit von 15 Zentimetern pro Sekunde die Besucher hinauf: der neue Fahrstuhl, mit dem es jetzt im Rasteder Rathaus an der Sophienstraße buchstäblich aufwärts geht.

Und das ist nicht die einzige Maßnahme, die sich die Verwaltung für ihre Besucher, aber auch zur Energieeinsparung rechtzeitig im Jubiläumsjahr „gegönnt“ hat – übrigens ein doppeltes Jubiläum, denn zum 950-jährigen Bestehen von Ort und Kirche Rastede kommt auch das „Goldene“ des Rathauses hinzu. Es wird in diesem Jahr 50 Jahre alt.

Mit einem Kostenvolumen von insgesamt 400 000 Euro wurden in den vergangenen Monaten Brandschutztüren eingebaut, umfangreiche Elektroarbeiten vorgenommen und vor allem die Glasfassade im Treppenhaus ausgewechselt – das spart Energie. Schließlich wurden auch das Treppengeländer erneuert sowie eine behindertengerechte Toilette im Erdgeschoss eingebaut.

Zum „Paket“ gehört auch der bereits zuvor gebaute behindertengerechte Eingang mit Rampe und Türen, die sich automatisch öffnen.

„Eine hervorragende Lösung“, kommentierte Jann Aden, Seniorenbeauftragter der Gemeinde Rastede, den neuen Fahrstuhl. Bislang seien Behinderte auf dem Flur „bedient“ worden, doch die jetzige Lösung sei zweifellos besser und auch bürgernäher. Schon als sich abzeichnete, dass kein neues Rathaus gebaut werde, habe der Seniorenbeirat den Einbau eines Fahrstuhls beantragt, blickte Aden zurück.


Er begrüßte nicht nur den Fahrstuhl, der technisch und nach dem Sicherheitsstandard auf dem neuesten Stand sei, sondern auch die optische Gestaltung des Rathaus-Foyers mit der neuen Glasfassade und dem Lift in der „Seele“ der Treppe: „Das ist bestens gelöst.“