RASTEDE - „Staubsaugbär“ steht auf dem orangenen Fahrzeug des Entsorgungsunternehmens Heinemann/Bohmann. Am Steuer, das sich in diesem Modell auf der rechten Seite befindet, sitzt Hinrich Bolting. Der 57-jährige Rasteder wartet darauf, dass das rote Licht erlischt – das Signal, dass das Fahrzeug einsatzbereit ist.

„Erst muss Druckluft auf die Anlage gepumpt werden“, erläutert Bolting. Dann kann er mit Saugschacht, Kehrbesen und gegebenenfalls Mittelbesen dem Laub auf den Leib rücken. Genau das ist seine Aufgabe: Er befreit die Straßenrinnen von heruntergefallenen Blättern.

Damit hat die Firma Heinemann/Bohmann dieser Tage so viel zu tun, dass ein zusätzliches Reinigungsfahrzeug eingesetzt wird. „Wir haben das Fahrzeug direkt beim Hersteller für zunächst zehn Tage angemietet“, sagt Geschäftsführer Horst Bohmann. „Bis dahin müsste das Laub runter sein“, hofft er.

Sechs Kubikmeter gepresstes Laub fasst eines der Fahrzeuge. „Auf der Sandbergstraße in Wahnbek habe ich allein zwei Wagenladungen gesammelt“, sagt Bolting. Mit dem Reinigungsfahrzeug muss er stets zurück zum Bauhof, wo er den Behälter entleert.

In den vergangenen Tagen war so viel Laub heruntergekommen, dass das Entsorgungsunternehmen kurzfristig umdisponieren musste: „In der Woche schaffen wir nicht alle Straßen“, sagt Bohmann und fügt an: „Deshalb haben wir entschieden, auch am Sonnabend zu reinigen.“


Lob für diese Flexibilität gibt es dafür auch von der Gemeinde. „Das ist nicht selbstverständlich“, betont Geschäftsbereichsleiter Hans-Hermann Ammermann.

Deutlich flexibler erfolgt die Straßenreinigung im Übrigen bereits seit 2006. Hatte es zuvor starre Reinigungsintervalle gegeben, rücken die Fahrzeuge seitdem dann häufiger aus, wenn viel Laub in den Straßenrinnen liegt.

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede