RASTEDE/WIEFELSTEDE - Die Hausärzte in Rastede und Wiefelstede distanzieren sich von dem Vertrag. Sie sehen keine Vorteile für Patienten.
von wolfgang müller
RASTEDE/WIEFELSTEDE - „Die haus- und fachärztliche Zusammenarbeit war und ist auch ohne einen solchen Vertrag gut“, bemerkt Dr. med. Peter Streckenbach, Vorstandsmitglied im „Ärzteforum Rastede-Wiefelstede“. Daher spreche sich das Forum klar gegen einen Hausärztevertrag der DAK mit weiteren kleinen Ersatzkassen aus. Ein Hausärztevertrag bindet den Patienten an „seinen“ Hausarzt. „Die meisten Patienten suchen von sich aus vor einer Facharztkonsultation ihren Hausarzt auf, dessen Koordination der Diagnostik, Behandlung und Befundarchivierung sehr wohl geschätzt werde.Der Hausarztvertrag bringe dem Patienten keine Vorteile. Zwar werde er für ein Jahr von der Praxisgebühr befreit, doch die Kasse müsse das durch preisgünstige Medikamente und bei medizinischen Maßnahmen wieder einsparen. Krankenhauseinweisungen seien in bestimmten Fällen nur durch die Hinzuziehung eines Facharztes möglich, „das bedeutet neben mehr Bürokratie auch überflüssige Fahrten“.
Die Begrenzung der Wartezeit sei für die Ärzte kein Argument. Streckenbach: „Es kann nicht Aufgabe der Ärzte sein, Terminmanagement für ausgewählte Patienten zu betreiben, um damit beispielsweise AOK-Versicherte zu verärgern, die dann wütend das Wartezimmer verlassen.“ Erst im März hatte das Forum einen gleichen Vertrag mit der BEK abgelehnt.
