Beim Streit zwischen Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring und dem Braunschweiger Oberbürgermeister Gert Hoffmann spielen auch persönliche Animositäten und Eitelkeiten eine Rolle. Die beiden CDU-Politiker sind nicht zum ersten Mal aneinandergeraten. Doch hinter dem Rauswurf von Hoffmann aus dem Aufsichtsrat der Nord/LB steckt viel mehr.
Zum einen geht es ums knallharte Geschäft. Möllring steht für die Nord/LB, Hoffmann für die Braunschweiger Landessparkasse. Eine fragile Vereinbarung hält beide Geldinstitute zusammen. Das Land muss fürchten, dass der Wunsch der Braunschweiger nach Eigenständigkeit ihrer Bank wieder auflebt. Zum anderen geht es um Machtfragen. Möllring steht noch für den politischen Zentralismus der Wulff-Regierung, in dem Regionen wie Oldenburg und Braunschweig wenig zu lachen hatten. Es sei hier nur an den Abbau der Bezirksregierungen erinnert. Der Streit mit den Braunschweigern schwelt munter weiter.
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