Wilhelmshaven - Die Stadt Wilhelmshaven will sich rechtzeitig auf erhoffte und erwartete Nachfragen nach Grundstücken zur Wohnungsbebauung einstellen. Die Hoffnung gründet sich nicht zuletzt auf „Nebenwirkungen“ des Jade-Weser-Ports und Unternehmensansiedlungen.
Zurzeit hat man nicht mehr viele Grundstücke in der Hinterhand, wurde im Ausschuss „Grundstücke und Gebäude der Stadt“ (GGS) deutlich. „Wenn jetzt ein Betrieb mit 100 Arbeitsplätzen käme und es gäbe 50 Anfragen der Beschäftigten nach Grundstücken, könnten wir das nicht befriedigen“, skizzierte Stadtbaurat Klaus-Dieter Kottek die Situation. Weil Planung in diesem Bereich nicht viel koste, sei es sinnvoll, jetzt möglichst viel Gelände planungsreif zu machen und die Entscheidung über die Erschließung bei Bedarf zu treffen, sagte Kottek.
Auch Ratsherr Norbert Schmidt glaubt daran, dass mehr Bürger bauen wollen. Insofern solle man noch offensiver nach außen agieren, um Bürger in die Stadt zu holen. Zumal die Preise verglichen mit anderen Orten ausgesprochen günstig seien.
Sich auf diese Weise gegen den demografischen Wandel zu stemmen, heißt nach den Worten des Ausschussvorsitzenden Stephan Hellwig, Angebote zu unterbreiten, gerade auch für Familien mit Kindern. Genau das sei es, was GGS gerade mache.
Arbeitgebern, die Interesse an einer Ansiedlung bekunden, gebe man die städtische Broschüre mit Grundstücksangeboten in die Hand, sagte Kottek, denn „es reicht nicht, nur auf Leerstände in der Weserstraße zu verweisen“. Im übrigen gebe es kaum eine Stadt, die aktuell so viel Aktivitäten im Mietwohnungsbau aufweise.
Die bestehenden Baugebiete sind weitgehend ausgereizt. An der Möwenstraße sind es noch gerade zwei freie Grundstücke, am Potenburger Weg eine knappe Handvoll, für den Bereich Triftweg gibt es schon mehr Interessenten als Flächen und am Remmelhauser Weg sind es nach Erkenntnissen der Verwaltung ebenfalls nur noch einige Grundstücke.
Neue Möglichkeiten gibt es durchaus, unter anderem in Altengroden und Fedderwardergroden. Die nächste größere Fläche bekommt die Stadt in die Hand, wenn die Bundeswehr 2016 das Gelände an der Ebkeriege abgibt. Die bestehenden Gebäude seien baufällig, das Blockheizkraftwerk aber bestens nutzbar. Im Rahmen der Konversion erhalte man 60 Prozent der Planungskosten erstattet. Daher sollte schon einmal entsprechend geplant werden.
