REEKENFELD - Unzählige Yachten und Boote hat die Firma „Siemer Jachtservice Hunte Ems GmbH“ in Barßel-Reekenfeld schon auf der heimischen Werft am Elisabethfehnkanal gebaut. Seit 2001 ist das Unternehmen dort ansässig. Der ganze Stolz des Unternehmens ist das derzeit im Bau befindliche und fast fertig gestellte „Streifenboot“ für die Wasserschutzpolizei des Landes Hessen.
Voraussichtlich Ende August soll das rund 15 Meter lange, vier Meter breite und 14 Tonnen schwere Streifenboot nach etwa achtmonatiger Bauzeit zur Auslieferung nach Frankfurt/Main überführt werden. Rund 750 000 Euro investiert das Land Hessen in das Boot.
„Wir sind stolz darauf, dass wir das Spezialboot auf unserer kleinen Werft bauen dürfen“, sagt Juniorchef Alexander Siemer. In ganz Deutschland gäbe es nur vier Werften, die Boote dieser Größenordnung bauen, so Siemer. Bevor das Streifenboot ausgeliefert wird, erfolgen zunächst noch zahlreiche Testfahrten auf der Nordsee in Emden. Dabei wird das Boot in Extremsituationen auf Herz und Nieren getestet. Das Schiff ist in seiner Motoren-, Getriebe- und Navigationstechnik derzeit das modernste auf dem Markt“, betont Siemer.
Im „Bauch“ des Bootes befindet sich ein elektronisch geregelter Common-Rail Diesel, der komplett über eine EDV-Anlage geregelt, eingestellt und gefahren wird. Dazu lässt sich das „blau-weiße“ Polizeiboot über ein elektronisch geregeltes Getriebe in jeder Lage perfekt stufenlos manövrieren. Ein Highlight ist auch die Navigationsanlage, die computergesteuert mit „7 Fuss Swiss Radar“ navigiert werden kann.
„Dieses System ist ein Ableger vom Prototyp des Forschungsschiffes Argo-Navis, das wir ebenfalls vor zwei Jahren für die Gesellschaft für Schiffs-Navigation (Max-Planck-Institut) gebaut haben“, sagt voller Stolz auch Seniorchef Anton Siemer. Erst durch dieses Referenz-Objekt ist die Wasserschutzpolizei Hessen auf unseren Betrieb aufmerksam geworden“, erklärt Alexander Siemer.
