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Die Sieger wurden erstmals auf dem Sieldurchlass geehrt. Das freute das Publikum.
Von Jochen Eilers
Fedderwardersiel Davon hatte Familie Beyer schon immer geträumt: einmal auf einem richtigen Fischkutter fahren. Bei der 37. Krabbenkutterregatta in Fedderwardersiel hatten die drei Leverkusener und Tausende andere Besucher die Gelegenheit dazu.
Deshalb ertrugen die Beyers auch die Hitze am Steg, denn ein wenig warten mussten sie schon noch, bis der „Schumi vom Siel“ Dirk Schmidt mit seiner „Bianca“ dort wieder festmachte. Doch dann begann auch für sie die Fahrt aus dem Hafen und entlang des markierten Regattakurses. Nach gut 20 Minuten waren sie zurück, und es hatte allen viel Spaß gemacht.
Neun geschmückte Kutter – sieben aus Fedderwardersiel und jeweils einer aus Varel und Wremen – nahmen an der Regatta teil und boten Gästefahrten an. Um 14:30 Uhr war es dann soweit: Die Wettfahrt begann und wurde von Alfred Linneweber mit seiner „Heide“ angeführt. Er hatte am Vortag die „Pul-Position“ bei der Granatpulmeisterschaft gewonnen. So wie Linneweber trieben alle Kutterkapitäne ihre Motoren an, um den Kurs möglichst schnell zu absolvieren. Am Ende gewann dann aber Manfred Wefer mit seiner „Rubin“. Er hatte den Regattakurs in 16:48 Minuten geschafft. Auf Platz zwei folgte ihm Hans Schröder aus Varel mit seinem Kutter „Hein Godewind“ (17 Minuten). Der dritte Platz ging an Söhnke Thaden mit der „Christine“ (17:15).
Sieger nach gezogener Zeit: Hans Schröder. Er hatte die zuvor gezogenen 17 Minuten genau getroffen. Platz zwei ging an Manfred Wefer (- 12 Sekunden) und Rang drei belegte Söhnke Thaden (+ 15 Sekunden). Erstmals fand die Siegerehrung nicht im Festzelt statt. Die Fischer versammelten sich auf dem Sieldurchlass, und sehr zur Freude von Ingo Krüger, dem Geschäftsführer der Fischereigenossenschaft, fanden sich hier auch zahlreiche Zuschauer ein. Allerdings gab es während der Siegerehrung einen Regenguss. Aber die Resonanz habe gezeigt, dass es richtig gewesen sei, die Siegerehrung hier zu veranstalten.
Ohnehin zeigte sich Ingo Krüger sehr zufrieden mit dem Regattaverlauf. Weil in diesem Jahr schon sehr früh Hochwasser war, konnten die ersten Fahrten bereits um 12 Uhr gemacht werden. So habe sich der Besucheransturm über den ganzen Nachmittag verteilt und das ganze Geschehen sei viel entspannter gewesen, bilanzierte Krüger. Niemand habe lange warten müssen, um auf einem Kutter mitfahren zu können und auch im Hafengelände sei es nicht mehr so voll und dicht gedrängt gewesen wie in den Vorjahren.
Auch in diesem Jahr waren wieder zahlreiche Getränke- und Imbissbuden und allerlei andere Geschäfte aufgebaut worden und sorgten so für eine gelungene Mischung aus Regatta und Volksfest.
Auch der Seenotrettungskreuzer „Hermann Rudolf Meyer“ aus Bremerhaven hatte zur Besichtigung festgemacht. Die geplante Rettungsübung musste aber ausfallen, weil der Kreuzer zu einem Einsatz gerufen wurde.
Söhnke Thaden
zweimal auf
Platz drei
