Ganderkesee - „Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt“, lautet die alte Bauernregel. Demnach werden wir einen verregneten und eher kühlen Sommer erleben. Die Wetteraussichten für den Siebenschläfertag an diesem Donnerstag sind nicht gerade rosig.
Diese Prognosen bestätigt auch der Steinkimmer Wetterexperte Horst Osterloh. „Ich habe bereits im Winter vorhergesagt, dass wir ein dunkles Jahr erleben werden.“ Dabei vertraut Osterloh nicht ausschließlich auf den Siebenschläfertag. Es sei auch wichtig, die Tage davor und danach zu beobachten. „Da müssen wir mal schauen wie es sich entwickelt“, so Osterloh.
Die Wetterentwicklungen genau beobachten will auch Rieke Meiners, Betreiberin des Camping- und Ferienparks Falkensteinsee in Falkenburg. Von den kühlen Temperaturen und dem Regen lässt sie sich ihre gute Laune aber nicht verderben: „Bei uns scheint eigentlich immer die Sonne“, berichtet sie fröhlich. Wetterbedingte Absagen“ habe es bisher keine gegeben. „Gerade haben die ersten Dauercamper ihre Plätze bezogen“, sagt Meiners. „Neulich sagte mir noch einer von ihnen, ein Camper habe keine Angst vor schlechtem Wetter.“ Hoffnungen setzt sie vor allem in den Hundertjährigen Kalender. „Der sagt einen schönen August voraus“.
Horst Osterloh kann das allerdings nicht bestätigen: „Es wird erst im September wieder heller und freundlicher.“
Bemerkbar machen sich die niedrigen Temperaturen auch in der Gastronomie. „Wir spüren das natürlich ein bisschen in unserem Terrassengeschäft“, sagt Uwe Vosteen, Geschäftsführer des Hotels Backenköhler in Stenum. Vor allem Radfahrer machen dort auf ihren Touren Halt. „Das ist schon ärgerlich, weil wir gerade eine neue Terrasse gebaut haben“, so Vosteen. Auch für die Hochzeiten seien die Wetterverhältnisse nicht schön. „Die Empfänge können im Moment leider nicht draußen stattfinden.“
Auf eine schnelle Wende zum Besseren hofft auch Edgar Sauer, Betriebsleiter der Ganderkeseer Bäder. „Jetzt beginnen die Ferien, gerade dann ist das Wetter wichtig“, ist seine Erfahrung. „Sonst kommen die Kinder nicht.“ Während der kurzen hochsommerlichen Phase in der vergangenen Woche seien an drei Tagen nacheinander jeweils mehr als 1000 Gäste im Freibad gezählt worden, berichtet Sauer. Am Mittwoch indes seien nur die treuen Frühschwimmer da gewesen – „und ein paar ganz Hartgesottene.“ Sauers Trost: Wenn es kalt bleibt, hat er wenigstens im Saunahuus nebenan höhere Besucherzahlen.
