Hannover/Oldenburg/Aurich - Auf Industrie zum Anfassen setzt in diesem Jahr die Hannover Messe. Und wenn die weltgrößte Industrieschau am Montag ihre Pforten öffnet, wollen auch die Aussteller aus dem Nordwesten dieses Motto mit Leben füllen. 5000 Aussteller präsentieren sich bis zum 11. April, darunter auch 27 Unternehmen, Institutionen und Forschungseinrichtungen aus dem Oldenburger Land und Ostfriesland – drei weniger als im Vorjahr.

Der Auricher Windenergieanlagenbauer Enercon, einer der größten Aussteller auf der Messe, zeigt in Halle 27 wie im Vorjahr das Maschinenhaus einer Windenergieanlage des Typs E-115, für die in diesem Jahr der Serienanlauf starten soll. Zudem stellt das Unternehmen mittels Animationen die für Starkwind-Standorte konzipierten Anlagen E-82 und E-101 vor. „Die Hannover Messe ist für uns die wichtigste Messe des Jahres“, erklärt Enercon-Sprecher Felix Rehwald die Präsenz der Auricher in Hannover.

Ebenfalls stark vertreten sind in diesem Jahr auch wieder Forschungseinrichtungen aus der Region. Auf dem Niedersächsischen Gemeinschaftsstand „Energie und Mobilität aus Niedersachsen“ (Halle 27, Stand E50) präsentiert „ForWind“, das Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen u.a. „Multi-Lidar“, einen laseroptischen Windscanner für hochauflösende Windmessungen. Zudem zeigen die Wissenschaftler ein Kugelanemometer, mit dem sich Windgeschwindigkeit und -richtung gleichzeitig und mit hoher Frequenz messen lassen.

Überhaupt ist die Energieregion Nordwest stark auf der Messe vertreten. Ebenfalls am Gemeinschaftsstand präsentiert sich der Oldenburger Energiecluster OLEC mit seinen Netzwerkpartnern. Der Cluster will sich nicht nur selbst vorstellen, sondern die Messe auch dazu nutzen, seinen Mitgliedern und den Akteuren aus dem Erneuerbaren-Branche die Möglichkeit zur weiteren nationalen und internationalen Vernetzung zu bieten, wie der OLEC-Vorstandsvorsitzende Roland Hentschel erläutert.

In der gleichen Halle stellt der Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Jade Hochschule (Wilhelmshaven das transnationale Kooperationsprojekt „ITRACT“ aus dem Bereich Transport unter Einbeziehung neuer Kommunikationstechniken vor. Ziel ist die Entwicklung neuer Anwendungen, die zur Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs eingesetzt werden sollen.

Jörg Schürmeyer
Jörg Schürmeyer Thementeam Wirtschaft