Im Nordwesten - Die Region Weser-Ems wird im Gegenteil zu anderen Landstrichen in Niedersachsen nicht so stark von einer überalterten Gesellschaft betroffen sein. Besonders schwierig wird es dort, wo die Bevölkerung stark abnimmt. Das sagte Birgit Honé, Staatssekretärin in der Niedersächsischen Staatskanzlei, am Donnerstag beim „Zukunftsforum Niedersachsen“, das sich mit dem demografischen Wandel befasste.

Im „Zukunftsforum“ sitzen 35 Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft, Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern, Gewerkschaften, kommunalen Spitzenverbänden, Sozialverbänden, Kirchen und aus anderen gesellschaftlichen Gruppen. Das Zukunftsforum berät die Landesregierung bei der Entwicklung einer Demografiestrategie.

Massive Bevölkerungsrückgänge werde es vor allem in Südniedersachsen (Südharz, Lüchow, Weser-Bergland) geben. „Wir rechnen in Weser-Ems mit leichten Rückgängen in der Wesermarsch, in Friesland, Delmenhorst und Wilhelmshaven. Das ist aber nicht vergleichbar mit Südniedersachsen. Die Kreise Vechta und Cloppenburg, mit den höchsten Geburtenraten, sowie Emsland und Osnabrück werden am wenigsten vom demografischen Wandel betroffen sei“, erklärte Franz-Josef Sickelmann, Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Weser-Ems.

Trotzdem werde man sich auch in Weser-Ems intensiv auf die älter werdende Gesellschaft einstellen und gezielt an Maßnahmen arbeiten, gegenzusteuern. „Wir liegen in Deutschland an sechster Stelle, was die Boomregionen betrifft. Das kann sich sehen lassen. Aber auch wir müssen sehen, dass das so bleibt. Ich setze deshalb darauf, noch stärker für Zuwanderung nach Weser-Ems zu werben“, so Sickelmann.

Der Landesbeauftragte betonte, dass gerade durch Zuzug vieler Fachkräfte die Region in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung profitiert habe. „Weser-Ems ist im Aufwind, und das soll es auch bleiben.“ Der Zuzug von Menschen aus anderen Teilen Deutschlands nutze nicht nur der Wirtschaft, sondern helfe auch, den demografischen Wandel in Grenzen zu halten.