Im Nordwesten - Ein Unternehmer aus der Logistikbranche kommt mit einem Firmenchef aus dem produzierenden Gewerbe ins Gespräch. Das Ergebnis: Einige der produzierten Güter werden jetzt per Binnenschiff transportiert. So hat der Logistiker einen weiteren Auftrag an Land gezogen, und die Ware des Produzenten wird auf neuem Wege und vor allem effektiv befördert.
Solche und noch ganz andere Kooperationsmöglichkeiten bietet das Internet-Firmenportal „Regisonline“. Auf „Regisonline“ präsentieren mehr als 20 Landkreise und kreisfreie Städte in Niedersachsen und Bremen derzeit etwa 7000 Unternehmen, die bei ihnen ansässig sind.
Damit es noch deutlich mehr werden, wurde der Onlineauftritt jetzt gründlich überarbeitet. „Im neuen Design und mit zusätzlichen Suchfunktionen ist Regisonline jetzt noch attraktiver“, betonte Jörg Bensberg (parteilos), Landrat des Landkreises Ammerland und Vorsitzender der Metropolregion Bremen-Oldenburg im Nordwesten, am Dienstag bei der Vorstellung des neuen Auftrittes in Oldenburg.
Dass das bereits 1997 gestartete Projekt der Wirtschaftspartner-Börse einen kräftigen Anschub nötig hat, belegen die Zahlen. So geht Bensberg davon aus, dass im gesamten Nordwesten rund 300 000 Unternehmen für ein Firmenprofil bei „Regisonline“ infrage kommen. Es machen aber erst 7000 mit. „Deutlich Luft nach oben“ sieht auch Martina Kruse, Wirtschaftsförderin des Landkreises Emsland. In ihrem Landkreis gebe es rund 13 000 Unternehmen, bei „Regisonline“ seien aber nur 600 bis 700 Firmen aus ihrem Landkreis vertreten. Es sei jetzt Aufgabe der Wirtschaftsförderungen, für das regionale Unternehmensportal zu trommeln. Ihr Ziel sei es, die Beteiligung im Landkreis Emsland auf 1500 bis 2000 Unternehmen zu steigern. Insgesamt ist nach den Worten von Bernd Kramer, Geschäftsführer der regio GmbH, eine Beteiligung von 15 000 Unternehmen das kurz- bis mittelfristige Ziel.
Landrat Bensberg hebt die Bedeutung des für die beteiligten Firmen kostenlosen Portals hervor: „Über Regisonline sind die Unternehmen automatisch auch in den Internetauftritten der beteiligten Landkreise, Städte und Partner integriert.“ Die Kosten für das Serviceangebot ebenso wie für die Neugestaltung (über 20 000 Euro) tragen die Wirtschaftsförderungen.
