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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Rückblick Ii: Regionale Wirtschaft investiert kräftig in die Zukunft

31.12.2016

Oldenburg Das Jahr 2016 endet im Nordwesten mit einer spannenden Frage: Wer übernimmt die Oldenburgische Landesbank AG (OLB)? Seit die Mutter Allianz Ende September „Gespräche“ zur Zukunft ihrer Oldenburger Tochter ankündigte, schießen Spekulationen ins Kraut. Anders als erwartet wurde noch kein Käufer präsentiert. Nun wird Anfang 2017 damit gerechnet.

Banken im Blick

Ohnehin zogen die Banken der Region Aufmerksamkeit auf sich. Dazu trug auch die Schieflage bei der Bremer Landesbank mit ihren kriselnden Schifffahrtskrediten bei. Sie endete mit der Komplettübernahme durch die NordLB. Während hier der bekannte Name erhalten bleibt, wird die Traditionsmarke Fortmann & Söhne aus der Oldenburger Innenstadt von der Mutter OLB quasi abgeschafft.

An gebühren gedreht

Weil die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank die Erträge ruiniert, gab es im Nordwesten fast „durch die Bank“ Erhöhungen der Gebühren – und die weitgehende Abschaffung des kostenlosen Girokontos. Aufsehen erregte etwa die LzO (keine kostenlosen Konten mehr), aber auch etwa die überschaubare Sparda-Bank, die einst ein Vorreiter des kostenlosen Girokontos gewesen war (nun nur online).

Firmen horten geld

Die Kreditfinanzierung der regionalen Konsumenten (die viel Wohnraum kauften oder bauten) wie auch der Firmen blieb günstig. Zuweilen wurde bei regionalen Banken geklagt, dass viele Betriebe dies gar nicht nutzten – und sich zurückhielten, wie auch die IHK monierte. Aber: Manche Firmen hatten im Boom derart Liquidität aufgebaut, dass sie keine Kredite benötigten!

Sekt-Laune

Die Stimmung war im Jahresverlauf Schwankungen ausgesetzt. Doch kurz vor Jahresende hieß es in dieser Zeitung: „Regionaler Mittelstand in bester Stimmung“. Creditreform in Oldenburg und Leer hatte im großen Stil regionale Betriebe befragt.

Handwerk im Boom

Die Entwicklung war 2016 – je nach Wirtschaftssektor – uneinheitlich. Die Landwirtschaftskammer beklagte ein weiteres schlechtes Jahr für die Bauern; erst zuletzt wurden gewisse Besserungstendenzen etwa bei Milch und Schweinen ausgemacht. Das oldenburgische Handwerk dagegen brummte das ganze Jahr. Immer drückender wird der Fachkräftemangel. Das Handwerk war denn auch ein Motor für Flüchtlingsprojekte. Unter den Industrie- und Handelsfirmen der IHK blieb die Stimmung trotz leichter Dämpfer auf hohem Niveau. Die Zahl der Pleiten sank (1. Halbjahr: minus 14,3 Prozent), die Beschäftigung dürfte erneut gestiegen sein.

iN zUKUNFT INVESTIERT

Viele Unternehmen der Region investierten – entgegen der oft beklagten Zurückhaltung – kräftig in die Zukunft: So baut die Chemiegruppe Büfa (Oldenburg) den Standort Rastede aus, der Maschinenbauer Backhus (bisher Jeddeloh) bezog in Wardenburg eine neue Zentrale, Rügenwalder (Bad Zwischenahn) baut seine vegetarische Schiene aus, Remmers aus Löningen erweitert seine Labors, Derby Cycle aus Cloppenburg stärkt die Logistik, und der Lebensmittelverwerter „ReFood“ steckt Geld in den Standort Hude. Diese Reihe ließe sich seitenlang fortsetzen. Zu den Leuchttürmen zählen auch die Ankündigungen der EWE für milliardenschweren Breitband-Ausbau oder Logistikpläne von Nordfrost am Jade-Weser-Port.

Weichen gestellt

Und die weitere Zukunft? In 2016 wurden manche Weichen gestellt. So kündigte Daimler an, in Bremen Elek-troautos bauen zu wollen – ebenso wie Borgward. Und VW in Emden wurde sein ersehntes „viertes Modell zugesagt. Premium Aerotec revolutionierte quasi den Flugzeugbau – mit Inbetriebnahme erster 3-D-Drucker in Varel. Und das Energiewende-Projekt „Enera“ mit 75 Partnern um EWE wurde auf den Weg gebracht. Nicht erfüllt hat sich die Hoffnung auf einen Schiffbau-Boom in Bremerhaven.

Neue Köpfe

Derweil setzt sich in der Region der Generationswechsel fort. Beispiele: An der Spitze der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg folgte Ulrich Knemeyer auf Franz Thole, beim Autoteilespezialisten Vierol AG Mirja Viertelhaus-Koschig ihrem Vater Jürgen R. Viertelhaus. Das VW-Werk in Emden leitet nun Andreas Dick (statt Frank Fischer). Und bei der Meyer Werft holte Bernard Meyer seinen Sohn Tim in die Geschäftsführung.

Und Affären

Einige Namen aus der regionalen Wirtschaft hielten sich hartnäckig in den Schlagzeilen. So steht der frühere EWE-Personalvorstand Nikolaus Behr im Mittelpunkt von Bespitzelungsvorwürfen. Und im Bremer Mammutprozess um den Ex-Reeder Nils Stolberg gab es viele Verhandlungstage – aber noch kein Urteil. Das kommt nun 2017.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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