Nordenham/Bremerhaven - Bei ihrer 13. Tagung hat sich die Unterweserkonferenz des Regionalforums Bremerhaven am Dienstag mit verschiedenen Aspekten der wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklung befasst. Verabschiedet wurden Positionspapiere zum Erhalt der historischen Weserinsel Langlütjen II, zur Förderung eines Deutschen Maritimen Forschungszentrums und zur Gewinnung von Fachkräften für die Kindertagesbetreuung.
In dem Positionspapier zu der 1870/71 errichteten Außenweser-Insel Langlütjen II, die vor Blexen im Nationalpark Wattenmeer liegt, geht es um die touristische Nutzung des künstlichen Eilands. Wie berichtet, möchte der Eigentümer der Insel, Jens-Torsten Bausch, auf Langlütjen II eine Hotel- und Ferienanlage errichten. Der Nordenhamer Bürgermeister Hans Francksen unterstützt dieses Vorhaben ausdrücklich. Er hat es zum Thema in der Unterweserkonferenz gemacht, um zustimmende Signale von allen Kommunen in der Region zu erhalten. Diesem Wunsch sind die Vertreter der beteiligten Landkreise, Städte und Gemeinden bei der Versammlung in Bremerhaven nachgekommen, indem sie das entsprechende Positionspapier beschlossen.
Zu dem Regionalforum gehören die Landkreise Cuxhaven und Wesermarsch, die Städte Bremerhaven, Cuxhaven, Geestland und Nordenham, die Gemeinden Butjadingen, Beverstedt, Loxstedt, Schiffdorf und Wurster Nordseeküste sowie die Samtgemeinde Hagen.
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In dem Schreiben ruft das Regionalforum die Niedersächsische Landesregierung dazu auf, eine Lösung zur Behebung der jetzigen Konfliktsituation zu entwickeln und damit den Weg für das Projekt des Bremer Investors freizumachen. Zurzeit kommt das Vorhaben nicht voran, weil die Auflagen des Weltnaturerbes Nationalpark Wattenmeer ein Hindernis darstellen. Auf der anderen Seite hat die Insel aber den Status eines Denkmals von nationaler Bedeutung. Ohne nachhaltige Investitionen sei der Erhalt des maritimen Bauwerks gefährdet, heißt es in dem Positionspapier. Daher sei es im öffentlichen Interesse, wenn der Eigentümer dort eine Hotelanlage baut, die um eine museale Gedenkstätte sowie um Informations- und Funktionsräume der Nationalparkverwaltung Wattenmeer ergänzt werden soll.
Dadurch eröffne sich eine wirtschaftliche Nutzungsperspektive, die den Erhalt der Insel gewährleiste und zudem für ein einzigartiges touristisches Glanzlicht sorge.
