Oldenburg - Reha-Maßnahmen von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) ermöglichen Versicherten einen längeren Verbleib im Berufsleben. Das betonte die Vorstandsspitze der DRV Oldenburg-Bremen gegenüber Niedersachsens neuer Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) bei deren Antrittsbesuch am Freitag in der Oldenburger Zentrale.

Um dem Grundsatz „Reha vor Rente“ und ihrem gesetzlichen Auftrag nachkommen zu können, benötige die DRV jedoch die entsprechenden finanziellen Mittel, sagte Vorstandsvorsitzender Cornelius Neumann-Redlin. Die Ministerin informierte sich über die Arbeit des größten Rentenversicherungsträgers der Region.

Vor allem Projekte zur Reha-Forschung sorgten dafür, dass die Effektivität der Reha-Leistungen ständig verbessert werde, so der stellvertretende Geschäftsführer Christian Wolff. 2012 konnte das gedeckelte Reha-Budget von 65 Millionen Euro nicht eingehalten werden, hieß es aber in einer Mitteilung der DRV Oldenburg-Bremen. Grund seien die „ansteigenden Antragszahlen durch die demografische Entwicklung und die Anhebung der Altersgrenzen“. Die Politik habe die Probleme anerkannt und einer Budget-Anpassung grundsätzlich zugestimmt, ein Gesetzgebungsverfahren stehe aber noch aus.

„Eine Reha nach Kassenlage“ müsse unter allen Umständen vermieden werden. Die Versicherten hätten einen Rechtsanspruch auf die Leistungen, sagte die alternierend tätige Vorstandsvorsitzende Marita Rosenow der Sozialministerin.