Brake - Ab in die warmen Urlaubsregionen in Europa – die Brakerinnen und Braker wissen genau, in welche Länder sie im Sommer reisen wollen. Und schon im Januar geht es rund in den Reisebüros. Nach Auskunft der Braker Reisebüros steht das Interesse zum Teil mit der Fußball-Weltmeisterschaft in Verbindung. Martina Fooken vom Reisebüro „Grenzenlos“ deutet mit dieser Begründung den häufig von jungen Leuten geäußerten Wunsch, im Juni nach Mallorca zu reisen. Dort können sie zusammen feiern und Fußball gucken. Aufgrund der niedrigen Temperaturen in Deutschland hat sich außerdem das geografische Interesse der Wintersportler verändert.

Hauptreiseziel der Familien in diesem Jahr: die Türkei. „Aber auch die Kanaren in Spanien werden gut angenommen“, so Fooken. In allen Reisebüros buchen die Kreisstädter vor allem europäische Urlaubsorte, diese Entwicklung beschreibt auch Mathias Ostendorf vom Reisebüro Wege. Den größten Ansturm gibt es auf die Monate Juli und August, da die Ferien in diesem Jahr spät fallen (in Niedersachsen vom 31. Juli bis 10. September). Wer einen Frühbucherrabatt möchte, muss sich jetzt entscheiden.

Für Paare steht dagegen eine ganz andere Reisemöglichkeit vorne auf der Liste. „Kreuzfahrten werden seit einigen Jahren immer beliebter“, weiß Barbara Ranft vom Tui Reise-Center. Uneins sind sich die Inhaber beim Thema Urlaub in Griechenland. Während laut Ostendorf die Wünsche nach einer Reise in das finanziell geschwächte Land wieder zunehmen, meiden die Besucher im Grenzenlos-Reisebüro Griechenland. Klar ist – auch politische Ereignisse spielen bei der Urlaubsbuchung eine wichtige Rolle.

Eine „volle Tasche“ haben augenscheinlich viele Reiseinteressierte. All-Inclusive-Reisen werde immer beliebter, lautet das Resümee der Reisebüros. „Wenn das Angebot des Anbieters stimmt, spielt das Geld oft keine Rolle“, so Ranft und Fooken.

Auch die lauen Temperaturen in diesem Winter haben Auswirkungen auf die Kundenwünsche. Die Skigebiete in Deutschland sind in diesem Jahr mangels Schnee nicht angesagt. Vor allem in die Schweiz und nach Österreich zieht es viele Skifahrer.


„Klar ist ein Grund die nicht vorhandene Kälte. Allerdings werden die Skipisten auch immer teurer“, erzählt Daniel Drozlik von „Grenzenlos“. Viele könnten die Benutzung der Bahnen nicht mehr bezahlen. Wenn Geld dafür ausgegeben werde, dann tendenziell eher im Ausland.

Christoph Tapke-Jost