Cloppenburg - Ein Nachfolger für das im Dezember aus dem Kulturbahnhof ausziehende Reisezentrum der Deutschen Bahn (DB/die NWZ  berichtete) ist gefunden. Der Mietvertrag zwischen der Nordwestbahn (NWB) und dem Cloppenburger Kulturbahnhof sei bereits unterschrieben, sagte NWB-Pressesprecherin Stephanie Nölke am Mittwoch auf Anfrage der NWZ. „Wir werden den Betrieb am 12. Dezember aufnehmen, so dass es einen nahtlosen Übergang von der Deutschen Bahn zu uns geben wird.“

Zudem – so Nölke weiter – würden die Öffnungszeiten ausgeweitet, in Zukunft werde das Reisezentrum montags bis sonnabends geöffnet sein. Die detaillierten Zeiten stimme die NWB derzeit noch mit der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) ab.

In dem neuen Kundencenter werde die NWB den Reisenden Beratungen und Tickets für den gesamten Nah- und Fernverkehr anbieten – auch für europaweiten Fernverkehr. Außerdem sei das Pauschalreiseangebot „Streifzüge“ der NWB im Programm. Darüber hinaus verkaufe die Bahn unter anderem individuelle und geführte Tagesausflüge sowie Kurzurlaube auf die ostfriesischen Inseln und an der Küste.

Wie berichtet, hatte die NWB die LNVG-Ausschreibung für das so genannte Weser-Ems-Netz (Wilhelmshaven-Osnabrück, Oldenburg-Bremen, Bremen-Osnabrück) gewonnen. In mehreren Gesprächen mit der DB habe sich die NWB entschieden, den Fahrkartenvertrieb über Automaten und Verkaufsstellen auf der Strecke Osnabrück-Wilhelmshaven ab Dezember selbst zu erbringen, so eine DB-Sprecherin gegenüber der NWZ. Aufgrund dieser Abbestellung sei die DB nicht mehr zum Verkauf des gesamten Ticketsortiments befugt.

Deshalb habe man sich entschlossen, das Reisezentrum in Cloppenburg im Dezember zu schließen. Erster Stadtrat Andreas Krems hatte daran massive Kritik geübt, weil die Bahn die Stadt über dieses Vorhaben im Vorfeld nicht in Kenntnis gesetzt habe. Man habe von dem Vorgang aus der NWZ  erfahren.