Wilhelmshaven - Mit der „Estelle Maersk“ hat am Sonntag das bislang größte Containerschiff seit Inbetriebnahme des Jade-Weser-Ports in Wilhelmshaven fest gemacht. Das Schiff hat Wilhelmshaven unplanmäßig angelaufen, weil es nach einer Havarie auf der Außenweser derzeit Tiefgangsbeschränkungen in der Zufahrt nach Bremerhaven gibt.

Die Reederei Maersk nutzte deshalb die Möglichkeit, den Hafen Bremerhaven zu Gunsten von Wilhelmshaven zu streichen. „Wir waren gerne bereit, kurzfristig einzuspringen und unsere Hilfe anzubieten. In solchen Fällen zeigen sich nun einmal die einmaligen Standortvorteile von Wilhelmshaven“ merkt Axel Kluth, Geschäftsführer der Jade-Weser-Port-Gesellschaften, an. „Jeder Meter mehr Tiefgang ist bares Geld für die Reeder wert. Die Standortvorteile des Wilhelmshavener Tiefwasserhafens würden sich mittelfristig durchsetzen. Jeder Reeder könne sehen, wie unproblematisch und professionell die Schiffe am Jade-Weser-Port im Vergleich zu anderen Standorten abgefertigt werden können“

Die „Estelle Marsk“ ist mit 397 Meter Länge und 56 Meter Breite das zweitgrößte Containerschiff der Welt. Sie verlässt Wilhelmshaven am Montag wieder. Weitere „unplanmäßige Schiffsankünfte“ sind nach Auskunft der Hafengesellschaft in der nächsten Zeit vorgesehen.