Sögel - Die Milchpreise sinken, folglich auch die Nachfrage nach Rindern. Doch trotz der aktuellen Agrar-Misere präsentierte Aufsichtsratschef Anton Fortwengel (Sedelsberg) auf der Vertreterversammlung der Weser-Ems Union (WEU) im mittlerweile „kuhlosen“ Sögel positive Geschäftszahlen.
Die WEU-Mutter ist seit einigen Jahren die Masterrind in Verden. Getrieben vom starken Umsatzplus im Tiervertrieb mit der Steigerung auf 140,3 Millionen Euro (plus 13,8 Prozent) hat sie beim Gesamtumsatz ein Allzeithoch von 197,3 Millionen Euro (plus 8,4 Prozent) erwirtschaftet.
Das Exportvolumen reduzierte sich nach dem rasanten Anstieg des vergangenen Jahres um 12,9 Prozent. Durch den Ausbau der Beziehungen zu Partnern auf hochpreisigen Märkten realisierte das WEU-Exportteam dennoch einen Umsatz von mehr als drei Millionen Euro und lag damit lediglich um 93 000 Euro unter der Bestmarke des Vorjahres.
Für die Betriebe war mit einem leichten Dämpfer nach der Milchquote gerechnet worden, doch „die geopolitischen Turbulenzen mit ihren negativen Auswirkungen auf die Exporte der Milchwirtschaft sorgten für eine drastische Zuspitzung der Lage“. So habe sich die Einkommenssituation der Milcherzeuger deutschlandweit in einem Jahr um mehr als 30 Prozent verschlechtert.
Der Tiervertrieb steigerte sich deutlich auf 140,3 Mio. Euro, besonders der Export niedertragender Rinder überstieg die Vorjahresmenge um mehr als ein Drittel.
Fürs neue Geschäftsjahr seien, so übereinstimmend Vorstandsvorsitzender Jörg Stubbemann und Geschäftsführer Dr. Josef Pott, die Aussichten allerdings gedämpft.
Die ausscheidenden Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder erhielten erneut das Vertrauen. Für Johann Spickmann (Neuenhaus) rückte Jens Lönink (Nordhorn) nach.
