Rethorn - Um die weitere Verschmutzung eines Privatteiches am Schwanenweg in Rethorn zu unterbinden, machen die Grünen im Ganderkeseer Gemeinderat jetzt einen konkreten Vorschlag. Fraktionsvorsitzender Volker Schulz-Berendt hatte die Maßnahmen, die der Landkreis Oldenburg zusammen mit der Gemeinde und dem Ochtumverband plant, als unzureichend bezeichnet.
Statt der Erneuerung des Sandfangs vor dem kleinen Teich, wie von den Behörden vorgesehen, beantragen die Grünen eine Umleitung der Kamerner Bäke um den Teich und den ebenfalls belasteten Kamerner See herum. Die Gemeinde solle die Möglichkeit einer direkten Verbindung der Kamerner Bäke von einer Stelle vor dem Zulauf zum Privatteich bis zu ihrer Unterquerung der Bahnlinie prüfen und die Kosten dafür ermitteln, fordert Schulz-Berendt.
Die Umleitung könnte aus Sicht des Grünen-Fraktionschefs als Graben oder Rohrleitung angelegt werden. Letztere hält er für leichter machbar, da dafür möglicherweise die vorhandene Schmutzwasserkanalisation am Schwanenweg und am Reiherweg genutzt werden könnte. Sie führe genau in die Richtung der unteren Kamerner Bäke an der Bahnlinie. Laut Schulz-Berendt geht es um eine Strecke von rund 300 Metern.
In dem Teich am Schwanenweg war es im vergangenen Herbst zu starken Geruchsbelästigungen gekommen, auch Fische waren verendet. Die Grünen gehen davon aus, dass vor allem Gülleeinträge aus der Landwirtschaft, die in die Kamerner Bäke gelangen, dafür verantwortlich sind.
