Oldenburg - Die Grenzen der Rettung aus der Luft war eines der Themen beim Notfall-Symposium, zu dem 500 Notärzte, Rettungsassistenten und Rettungssanitäter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sich in Oldenburg trafen. Bereits zum neunten Mal hatten die Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin am Klinikum und der Malteser Hilfsdienst in die Universität eingeladen.
Die notfallmedizinische Versorgung von schwerverletzten kleinen Kindern stand bei der Drei-Länder-Tagung überdies im Fokus, dabei ging es nicht zuletzt auch um die Behandlung misshandelter Kinder.
Gleichzeitig wurden auch aktuelle Kontroversen der Notfallmedizin diskutiert, etwa die Frage, wie lange Adrenalin noch bei der Reanimation im Einsatz sein wird. Laut Klinikdirektor Prof. Dr. Andreas Weyland wird das Medikament, auf das man seit Jahrzehnten bei der Herz-Kreislauf-Wiederbelebung setzt, durch jüngste Studien zunehmend in Frage gestellt.
Frank Flake vom Malteser-Hilfsdienst schätzt das Notfall-Symposium mit dem abwechslungsreichen Programm als gute Möglichkeit für die Berufsgruppen, sich außerhalb der Einsätze in entspannter Atmosphäre austauschen zu können.
Ausgezeichnet werden daher auch innovative Projekte zur Verbesserung der Qualität im Rettungsdienst. Daher lautet auch das Motto für die Preisvergabe: „Von den Besten lernen“. Oberbürgermeister Gerd Schwandner als Schirmherr gratulierte der Notfallmedizin an der Wiener Universitätsklinik und dem österreichischen Roten Kreuz zu dem mit 3000 Euro dotierten ersten Preis. Sie hatten mit einer Studie festgestellt, dass die Reanimation mittels eines Larynxtubus (Beatmungsgerät) erfolgreicher ist als die herkömmliche Methode mit Beutel-Maske.
