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Entwicklung Rewe kann Neubau weiter planen

Elsfleth - Einstimmig für den Vorschlag, den Aufstellungsbeschluss, der für einen Neubau des Rewe-Marktes benötigt wird, sprachen sich am Donnerstagabend die Mitglider des Ausschusses für Wirtschaft und Stadtentwicklung aus. Damit empfiehlt der Ausschuss, die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 55 – Einzelhandel Oberrege – der Stadt Elsfleth als „Sondergebiet großflächiger Einzelhandel“ zu beschließen.

Nicht mehr zeitgemäß

Ziel der Bauleitplanung ist, die Voraussetzungen zum Abriss und Neubau des Rewe-Marktes an der Oberrege zu schaffen. Der Markt verfüge nicht mehr über eine zeitgemäße Architektur und Bausubstanz, sagte Michael Bleiziffer. Er ist Projektentwickler und -leiter bei der List Retail Development in Oldenburg, die als Investor und Projektentwickler den Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplanes gestellt hatte.

Der jetzige Rewe-Markt soll abgerissen werden. Anschließend soll an gleicher Stelle ein Neubau errichtet werden, der eine Verkaufsfläche von bis zu 1200 Quadratmetern haben soll. „Dort wollen wir eine schöne Architektur schaffen, die sich ins Ortsbild einfügt“, sagte Bleiziffer. Die Planungskosten werden vom Investor getragen. Dieser wird mit dem Planungsbüro NWP zusammenarbeiten.

Wie Bleiziffer weiter erklärte, habe die List-Gruppe Anfang des Jahres das Grundstück des jetzigen Marktes zusammen mit zwei an die Fläche angrenzenden Flurstücken gekauft, die zusammen eine Fläche von rund 6220 Quadratmetern ausmachen werden. Zwar solle der Markt nicht wesentlich vergrößert werden, die Parkplätze sollen jedoch von 59 auf etwa 65 aufgestockt werden.

Wilfried Thümler (CDU) hakte bei den Gründen für den Ausbau nach. Diese seien vielfältig, sagte Bleiziffer. Zum einen würden Fahrzeuge zunehmend größer, deshalb müssten auch Parkplätze und Fahrgassen größer werden. Außerdem sei der Rewe-Gruppe eine zeitgemäße Darstellung wichtig. Und man wolle die technische Gebäudeausrüstung zeitgemäß gestalten. Als ein Beispiel nannte Bleiziffer das veraltete Heizsystem.


Olaf Schütt (CDU) wollte wissen, in welchem Zeitrahmen sich die Planungen bewegen. Bleiziffer erklärte, dass er hoffe, spätestens im Frühjahr 2017 das Bauplanungsrecht für das Projekt vorliegen zu haben. Dann solle auch mit dem Bau begonnen werden. Während der Arbeiten wird der Markt geschlossen sein.

Der bereits bestehende Fußweg zur Innenstadt, wird nach den neuen Plänen mitten durch das Rewe-Grundstück verlaufen. Edgar di Benedetto (Linke) merkte an, dass dieser von vielen Bürgern genutzt werde und ein Wegfall einen erheblichen Umweg vom Innenstadtbereich zur Oberrege bedeuten würde.

Fußweg soll bleiben

Bleiziffer beteuerte, dass der Fußweg bestehen bleiben und auch als solcher kenntlich gemacht werden solle. Karin Gehlhaar (SPD) sprach nochmals die Entwässerung an. „Uns ist bewusst, dass das gerade hier in der Region ein Sonderthema ist“, erklärte Bleiziffer. Dementsprechend bemühe man sich, bautechnische Lösungen für dieses Problem zu finden.

Thomas Wenzel (Grüne) interessierte dagegen, ob die Rewe-Gruppe ein Verträglichkeitsgutachten eingeholt hätte, ob ein Neubau in direkter Nähe zu Aldi, Lidl und dem zukünftigen Edeka-Markt überhaupt existieren könne.

Die List-Gruppe selbst habe dazu kein Gutachten eingeholt, sagte Bleiziffer. Rita Abel vom Planungsbüro NWP erläuterte dazu, dass ein solches Gutachten derzeit nicht notwendig sei, da sich die Planungen für den Neubau des Marktes innerhalb der Vorgaben des bereits bestehenden Bebauungsplanes für den alten Markt bewegen würden, für di nein solches Gutachten damals erstellt worden war.

Merle Ullrich
Merle Ullrich Redaktion Brake
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