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Gemeinnützige Werkstätten Richtkrone über neuem Förderbereich

Christian Korte

Sandkrug/Oldenburg - Die Bauarbeiten auf dem Gelände der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg am Standort Sandkrug nehmen kein Ende. Nachdem im Juli 2012 der neue Werkstattbereich eröffnet worden war, stand am Freitagvormittag an der Theodor-Heuss-Straße schon das nächste Richtfest an.

Dort entsteht ein 505 Quadratmeter großer Bau, der als Förderbereich künftig Platz für 28 Menschen mit Behinderung bieten soll. Diese werden, wie Werkstätten-Vorstand Gerhard Wessels erläutert, zunächst noch nicht in den Werkstätten arbeiten. „Es handelt sich um Menschen die nicht oder noch nicht am Arbeitsprozess teilnehmen können.“

Für diese Menschen soll in Sandkrug ein Angebot geschaffen werden, das ihren Tag strukturiert, ihnen lebenspraktische Hilfen gibt und sie, wenn möglich, auf eine spätere Beschäftigung in den Werkstätten (Standorte: siehe Info-Kasten) vorbereiten soll.

Gute Zusammenarbeit

Der Förderbereich stelle einen weiteren Schritt auf dem Weg dar, nach den Kriterien Arbeiten – Fördern – Bilden ein flächendeckendes Angebot für Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Dieses Angebot richte sich hauptsächlich an Menschen aus dem Landkreis, sagte Wessels, der die Kooperation mit Gemeinde- und Kreisverwaltung lobte. Nur dank dieser guten Zusammenarbeit hätte sowohl der Genehmigungsprozess wie auch die Finanzierung so zügig ablaufen können. Der Bau des neuen Gebäudes kostet 900 000 Euro.

Elke Szepanski, Bürgermeisterin der Gemeinde Hatten, gratulierte zur Erweiterung und wies erneut auf die Bedeutung des Themas Inklusion hin, die für alle ein Gewinn sein könne. Menschen ohne Behinderung könnten auch von behinderten Menschen viel lernen. Es sei der Kreisverwaltung ein besonderes Anliegen, dass das Angebot der Werkstätten in Sandkrug ausgeweitet werde, sagte Landrat Frank Eger in seinem Grußwort – besonders der nächste Bauabschnitt.


Angebot für Rentner

In einem weiteren Gebäude will die Werkstatt wieder ein tagesstrukturierendes Angebot machen – diesmal für ehemalige Mitarbeiter der Werkstätten, die das Rentenalter erreicht haben. Zunächst aber geht es um die Fertigstellung dieses Baus. Die Arbeiten sollen im Sommer abgeschlossen sein, sagte Klaus Westrich, Bereichsleiter Arbeit und Soziales bei den Werkstätten.

Westrich betonte, wie wichtig das Angebot eines Förderbereichs im Landkreis und der Gemeinde sei, auch vor dem Hintergrund der neuen, dezentralen Wohnangebote der Diakonie Himmelsthür in Sandkrug. Die räumliche und inhaltliche Nähe zu den Werkstätten sei ein weiterer wesentlicher Vorteil, weil alle Einrichtungen und sämtliches Fachwissen natürlich auch dem Förderbereich zur Verfügung stünde.

Mit dem Bau des Seniorenbereichs, der noch im Frühjahr beginnen soll, sind die Erweiterungspläne noch nicht beendet – als nächstes steht der Bau einer Lagerhalle an.

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