Sandkrug - Die Bauarbeiten auf dem Gelände der Gemeinnützigen Werkstätten Oldenburg am Standort Sandkrug nehmen kein Ende. Nachdem im vergangenen Juli der neue Werkstattbereich eingeweiht worden war, stand am Freitagvormittag an der Theodor-Heuss-Straße schon das nächste Richtfest an.
Dort entsteht ein 505 Quadratmeter großer Bau, der als Förderbereich künftig Platz für 28 Menschen mit Behinderung bieten soll. Diese werden, wie Werkstätten-Vorstand Gerhard Wessels erläutert, zumindest zunächst noch nicht in den Werkstätten arbeiten. „Es handelt sich um Menschen die nicht, oder noch nicht, am Arbeitsprozess teilnehmen können.“ Für diese Menschen soll in Sandkrug ein Angebot geschaffen werden, das ihren Tag strukturiert, ihnen lebenspraktische Hilfen gibt und sie, wenn möglich, auf eine spätere Beschäftigung in den Werkstätten vorbereiten soll.
Gute Zusammenarbeit
Der Förderbereich stelle einen weiteren Schritt auf dem Weg dar, nach den Kriterien Arbeiten – Fördern – Bilden ein flächendeckendes Angebot für Menschen mit Behinderungen zu schaffen.
Dieses Angebot richte sich hauptsächlich an Menschen aus dem Landkreis, sagte Wessels, der die Kooperation mit Gemeinde- und Kreisverwaltung in höchsten Tönen lobte. Nur dank dieser guten Zusammenarbeit hätte sowohl der Genehmigungsprozess wie auch die Finanzierung so zügig ablaufen können. Der Bau des neuen Gebäudes kostet 900 000 Euro.
Bürgermeisterin Elke Szepanski gratulierte zum diesem neuen Erweiterungsschritt und wies erneut auf die Bedeutung des Themas Inklusion hin, die für alle ein Gewinn sei könne. Menschen ohne Behinderung könnten auch von behinderten Menschen viel lernen.
Es sei der Kreisverwaltung ein besonderes Anliegen, dass das Angebot der Werkstätten in Sandkrug ausgeweitet werde, sagte Landrat Frank Eger in seinem Grußwort – besonders der nächste Bauabschnitt.
In einem weiteren Gebäude will die Werkstatt wieder ein tagesstrukturierendes Angebot machen – diesmal für ehemalige Mitarbeiter der Werkstätten, die das Rentenalter erreicht haben.
Zunächst aber geht es um die Fertigstellung dieses Baus. Die Arbeiten sollen im Sommer abgeschlossen sein, sagte Klaus Westrich, Bereichsleiter Arbeit und Soziales bei den Werkstätten. Auch er dankte dem Landkreis für die Kooperation. Von den ersten Planungsgesprächen über die Erteilung der Baugenehmigung in Rekordzeit habe die Zusammenarbeit hervorragend funktioniert.
Wichtiges Angebot
Westrich betonte, wie wichtig das Angebot eines Förderbereichs im Landkreis und der Gemeinde sei, auch vor dem Hintergrund der neuen, dezentralen Wohnangebote der Diakonie Himmelsthür in Sandkrug. Die räumliche und inhaltliche Nähe zu den Werkstätten sei ein weiterer wesentlicher Vorteil, weil alle Einrichtungen und sämtliches Fachwissen natürlich auch dem Förderbereich zur Verfügung stünden.
Mit dem Bau des Seniorenbereichs, der noch im Frühjahr beginnen soll, sind die Erweiterungspläne noch nicht beendet – als nächstes steht der Bau einer Lagerhalle an.
