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Offene Türen Rühriger Imkerverein zieht in den Bann der Biene

kk

RIEHE - Ihr Fleiß ist sprichwörtlich, ihr Nutzen unbestritten. Dass die Honigbiene obendrein eine große Faszination auf viele Menschen ausübt, das war am Sonntag im und am Lehrbienenstand in Riehe mitzuerleben. Pünktlich um 10 Uhr hatten sich dort die ersten Interessierte zum „Tag der offenen Tür“ des Imkerverein Delmenhorst und Umgebung eingefunden, manche seien „drei, vier Stunden hier gewesen“, berichtete Schriftführerin Hannelore Kolaschnik.

Mit der Veranstaltung wollte der Verein demonstrieren, was etwa 60 der insgesamt rund 70 Mitglieder in ihrer Freizeit aktiv betreiben: Imkern. Das sei ein aufwendiges, aber auch „ein wunderschönes Hobby“, versicherte die Schriftführerin.

Gäste packen mit an

Um einen Einblick zu geben, lud der Verein seine Gäste ein auf eine Wanderung durch das Bienenjahr – und zeigte die damit verbundenen Tätigkeiten des Imkers. Wer wollte, konnte auch selbst mit anpacken und zum Beispiel Wachsplatten in vorgefertigte Waben einkleben oder unter Anleitung erfahrener Imker Honig ernten.

Manch einer sehe in dem Insekt vorrangig eine Gefährdung, ist der Vereins-Schriftführerin bewusst. Da würden, wenn jemand gestochen wurde, Juristen bemüht – um zu erreichen, dass Bienenvölker abgeschafft werden.

Doch auf der anderen Seite gebe es auch eine steigende Wertschätzung. Und das aus gutem Grund: Schließlich sei auch der Mensch ein Stück weit abhängig vom Werk der Biene – gar nicht in erster Linie vom Honig, sondern vom Bestäuben. Allgemein gehe man davon aus, dass der volkswirtschaftliche Nutzen der Bienen allein in Deutschland mit mehr als 2 Milliarden Euro anzusetzen ist.


Der Imkerverein, so sagte dessen Mitglied Harald Hesse, sei seit Mitte der 90er Jahre in Riehe ansässig. Damals habe man die Immobilie, zuvor ein Umspannwerk, gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Henstedter Heide erworben.

Lehrgang angekündigt

Zwar seien in den vergangenen Jahren einige Neu-Imker mittleren Alters dem Verein beigetreten – doch sei es schwierig, Jugendliche für das Hobby zu erwärmen. Warum? „Da sind die Freizeitaktivitäten heute so vielfältig“, man konkurriere auch mit Fernseher oder PC. Um weitere Interessierte für das gemeinsame Hobby zu gewinnen, will der Verein im Jahr 2012 einen Lehrgang „Ausbildung zum Freizeitimker“ organisieren.

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