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BERATUNGSRING 600 000 Kilogramm reichen nicht aus

RODENKIRCHEN - Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Neuwahl des Vorsitzenden. Arnd Wichmann folgt Fritz-Harald Strodthoff-Schneider.

von beatrix schulte

RODENKIRCHEN - Die derzeitige Durchschnittsmilchquote der dem Beratungsring Wesermarsch angesschlossenen landwirtschaftlichen Betriebe von etwa 600 000 Kilogramm sei mittel- bis langfristig zu knapp bemessen, um für die Landwirtsfamilien ein ausreichendes Einkommen zu garantieren, machte Ringleiter Torsten Schomburg deutlich. Geld könne in der Landwirtschaft nur dort verdient werden, wo eine ausreichende Anlieferungsmilchmenge zur Verfügung stehe, aber auch die Arbeitsabläufe straff organisiert seien und dadurch eine hohe Arbeitsproduktivität erreicht werde, ergänzte Ringleiter Hans Witbaard.

Während der Jahreshauptversammlung des Beratungsringes in der Markthalle in Rodenkirchen berichtete Torsten Schomburg von einem im Wirtschaftsjahr 2004/2005 bis zu 97 Euro pro Kuh gesteigerten Ergebnis, bedingt durch die individuelle Milchleistungssteigerung und den leicht gestiegenen Milchpreis. Als Ziel für die Milchleistung der Kühe im Grünlandstandort Wesermarsch nannte der Ringleiter 8000 Kilogramm Milch pro Tier. Dies erreichen derzeit etwa 25 Prozent der 313 Mitgliedsbetriebe. Für den Erfolg seien neben dem Milchpreis, der Milchmenge aus dem Grundfutter und der Höhe der Bestandsergänzung vor allem die Kennzahlen für die Fruchtbarkeit von höchster Bedeutung.

Zur besseren Leistungssteigerung der Milchkühe werde der Einsatz von Maissilage zunehmend wichtiger, erklärte Ringleiter Steffen Habben in seinem Vortrag über den Eigenanbau von Silomais in der Wesermarsch. Trotz Ernteschwierigkeiten, die immer mal wieder auftreten können, biete der Maisanbau jedoch fütterungstechnische Vorteile. Vor allem Betrieben mit ausreichend zur Verfügung stehenden Flächen legte Habben den Maisanbau sehr ans Herz.

Über die Ergebnisse von 232 Betriebsauswertungen berichtete Ringleiter Hans Witbaard. Er erläuterte die Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe in der Wesermarsch. Die Einführung der Milchquotenregelung habe dazu geführt, dass die Milchviehbestände abgebaut wurden und anstelle von Milchkühen Jungvieh und andere Mastrinder gehalten wurden. Der Druck auf die Erzeugerpreise und die Kostensteigerungen führten wierder zu höheren Kuhbeständen. Die Viehaufstockung bewirke eine größere Flächenbewirtschaftung und die Lieferung größerer Milchmengen.


Arnd Wichmann zum Nachfolger von Fritz-Harald Strodthoff-Schneider gewählt

Neuer Vorsitzender

des Beratungsringes Wesermarsch ist Arnd Wichmann aus Neuenhuntorf. Er wurde während der Jahreshauptversammlung zum Nachfolger von Fritz-Harald Strodthoff-Schneider aus Schweiburg gewählt. Der kandidierte nach 14-jähriger Amtszeit nicht wieder, um eine Ämterhäufung zu vermeiden.

„Stillstand ist Rückschritt“

blickte Fritz-Harald Strodthoff-Schneider in seiner Abschiedsrede auf die stete Weiterentwicklung des Beratungsringes in den vergangenen Jahren zurück. Vorstandsmitglied Dirk Stöver ehrte Fritz-Harald Strodthoff-Schneider im Namen des Vorstandes für seine geleistete Arbeit mit einem Präsent. Er beschrieb den scheidenden Vorsitzenden als Verfechter für Gerechtigkeit im zwischenmenschlichen Bereich. Er habe den Beratungsring gelebt und vorgelebt.

Bei den weiteren Wahlen

wurden Rolf Siefken aus Butjadingen und Jens Schröder Hayen aus Elsfleth als Mitglied des Vorstandes von den Versammlungsteilnehmern bestätigt.
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