RODENKIRCHEN - Mit ihrem eigenen Klapp- oder Computeranemometer können jetzt die Siebt- bis Zehntklässler des Realschulzweiges der Haupt- und Realschule (HRS) Rodenkirchen die Windgeschwindigkeit messen. Die kleinen Messgeräte stellten die Schüler zudem selbst her. Die Möglichkeit dazu gab ihnen der dreiwöchige Besuch des EWE-Infomobils „Energie macht Schule“ im Rodenkircher Schulzentrum.
Es war bereits das dritte Mal, dass das EWE-Infomobil bei der Rodenkircher „Umweltschule in Europa“ Station machte. Beteiligt waren neben den 7. bis 10. Klassen des Realschulzweiges erstmalig auch die Siebt- bis Zehntklässler des Hauptschulzweiges.
Pro Schultag war jeweils eine Klasse im Schulungsbus und anschließend in der zu einer Werkstatt umfunktionierten Aula bei den beiden EWE-Mitarbeitern Karl-Heinz Raczek und Christian Diedrichs zu Gast. Im Infomobil erfuhren die Schüler unter anderem, wie Windenergieanlagen aufgebaut sind und wie mit Hilfe der Sonne Energie erzeugt wird.
Nachdem im Computerraum die Arbeitsblätter erstellt wurden, ging es in die „Werkstatt“. Dabei konnten die Schüler zwischen unterschiedlichen Bausätzen wählen, deren Teile sie aber selbst mit Hilfe von Sägen, Bohrer, Fräsen und Lötlampen herstellen mussten.
Während sich die Hauptschüler an der Herstellung einer Kurbelleuchte versuchten, bauten die Siebt- und Achtklässler des Realschulzweiges einen Klappanemometer, während die Neunt- und Zehntklässler einen Computeranemometer fertigten.
Den meisten Schülern macht dieser zweigeteilte Unterricht aus Theorie und Praxis viel Spaß, sagte Projektleiterin Elke Mathiszig, Mathematik- und Chemielehrerin am Realschulzweig der HRS Rodenkirchen. Im nächsten Jahr werden sich die Schüler wohl an der Herstellung eines Solarbuggys versuchen. Dabei handelt es sich um einen Miniaturgeländewagen, der nur vom Sonnenlicht angetrieben wird.
