RODENKIRCHEN - Vor ihnen liegen rund 7000 Kilometer, die sie innerhalb von zehn bis zwölf Tagen zurücklegen wollen. Fünf Mitglieder der Regionalgruppe Wesermarsch des Vereins Projekthilfe Dritte Welt nehmen an einem Hilfskonvoi teil, mit dem acht Fahrzeuge unter anderem von Rodenkirchen zur Buschklinik in Jahaly im westafrikanischen Gambia überführt werden sollen.

Der jetzige, am 27. Februar startende humanitäre Konvoi ist bereits die vierte Fahrt dieser Art, der von der Projekthilfe und seiner Regionalgruppe Wesermarsch im vierjährigen Rhythmus mit Spenden finanziert und veranstaltet wird. Das Buschkrankenhaus in Jahaly, in dem jährlich 22 000 Patienten behandelt werden, ist ebenfalls ein Projekt des gemeinnützigen Vereins, der in Gambia auch einen Kindergarten für 240 Kinder im Vorschulalter errichtet sowie drei Gartenprojekte in einer Gesamtgröße von neun Hektar für die ländliche Bevölkerung der Dörfer Jahaly und Madina initiiert hat.

20 Begleiter

Der Konvoi wird von 20 Mitgliedern der Projekthilfe Dritte Welt begleitet. Das Team der Regionalgruppe Wesermarsch führt dessen Vorsitzender Dieter Lieken aus Rodenkirchen an. Zudem sind Ingo Lieken, Hans Bruns, Rene Sakowitz und Fritz Borchers dabei. Alle Reisekosten muss jeder Teilnehmer selbst tragen. Das gilt auch für den Rückflug voraussichtlich am 19. März über Banjul in Gambia nach Brüssel.

Zu den acht Fahrzeugen, die für den Konvoi wüstentauglich umgerüstet wurden, gehört ein Krankentransportwagen. Neben zwei Projektfahrzeugen werden fünf Personenwagen nach Gambia überführt. Sie sollen dort verkauft werden. Den Erlös erhalten die Buschklinik und der Kindergarten.


Zweitägige Ruhepause

Die Fahrt führt über Paris und Madrid nach Algeciras und von dort mit der Fähre nach Tanger in Marokko. In Marrakesch wird die Hälfte der Strecke bewältigt sein. Nach einer zweitägigen Ruhepause folgt der schwierigere Teil des Konvois. Im Niemandsland zwischen Marokko und Mauretanien darf die Gruppe die ausgewiesene Strecke nicht verlassen, da die gesamte Umgebung vermint ist. Zwei Tage sind für die 500 Kilometer lange Route durch die Sahara veranschlagt. Neben fahrerischem Können wird der Einsatz von Schaufeln gefragt sein.

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