Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Kreislandvolk Generalplan kommt weiter voran

RODENKIRCHEN - Mit überwältigender Mehrheit ist Peter Cornelius, Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Wesermarsch, in seinem Amt bestätigt worden. Von den anwesenden 74 Delegierten stimmten 73 für ihn. Es gab eine Gegenstimme bei der Jahreshauptversammlung in der Markthalle Rodenkirchen am Dienstagabend. Sein Stellvertreter Rolf Baumann wurde einstimmig wiedergewählt. Peter Cornelius dankte den Mitgliedern für das ihm entgegenbrachte vertrauen und begrüßte unter den Gästen den Festredner des Abends, den Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes, Gerd Sonnleitner.

Höhere Beiträge

Die Versammlung hatte auch über die Festsetzung der Mitgliedsbeiträge für 2012 zu befinden. Wegen eines kleinen Defizits, so Kreislandvolk-Geschäftsführer Manfred Osterdorf, sei eine Anhebung erforderlich. Einstimmig beschlossen wurde danach die Erhöhung der Flächenbeiträge (bis 100 Hektar) von 3,50 auf 4 Euro, die Anhebung des Grundbeitrags (bis 10 Hektar) von 28 auf 30 Euro sowie die Anpassung des Grundbeitrags (ab 10 Hektar) von 55 auf 70 Euro. Der Sonderbeitrag Betriebshilfsdienst beträgt 16 Euro pro Einsatz.

In seinem Jahresrückblick erinnerte Peter Cornelius an die Gründung des Grünlandzentrums in Ovelgönne. Er erwähnte ein Projekt der Universität Göttingen zur Optimierung der Rinderhaltung, das mit 2,6 Millionen Euro gefördert werde. Weitere Projekte seien auf dem Weg. Auch sprach Peter Cornelius den Generplan Wesermarsch an, der nun in die Vorplanung getreten sei. Die Wasser- und Bodenverbände würden ihn weiter voranbringen. Er sei überzeugt, dass vernünftige Lösungen gefunden würden, mit denen alle leben könnten, sagte Peter Cornelius. Er merkte an, dass die Wesermarsch im Mai aus der Luft mittels Lasertechnik vermessen wird, um die Höhenunterschiede festzustellen.

Thema Wirtschaftswege

Der Zustand der Wirtschaftswege war ein weiter Punkt. Mit den Worten „Das wird noch heiter“ wies der Kreislandvolkvorsitzende auf die notwendigen Sanierungen hin. „Wir müssen das alles bezahlen“, machte er deutlich. Ein Konzept nach dem Vorbild der Gemeinde Schiffdorf, das im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens Schwei schon einmal vorgestellt worden ist, soll entwickelt werden. Es sei doch besser, für die Infrastruktur mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Ansonsten würde man die Probleme nicht in den Griff bekommen, betonte Peter Cornelius.

Manfred Ostendorf fasste sich kurz. Bezüglich des Verfahrens-stands bei der Küstenautobahn (A 20) erwähnte er, dass die Straßenbauverwaltung eine hohe Schlagzahl an den Tag legen würde. „Wenn das alles umgesetzt wird, werden wir die Wesermarsch nicht wiedererkennen“, sagte der Geschäftsführer. Er teilte mit, dass auch in diesem Jahr Veranstaltungen am Tag des offenen Hofes sowie zum Tag der Milch geplant seien. Weiter führte er aus, dass 2079 Stromkunden sowie 667 Gaskunden bei den Kreislandvolkverbänden Wesermarsch und Friesland verzeichnet seien.


  Es fanden noch Wahlen zum Vorstand statt: Einstimmig gewählt wurden Rainer Mönnich (Berne) und Dr. Karsten Padeken (Frieschenmoor). Neuer Kassenprüfer ist Jörg Kuck aus Ruhwarden.

Ulrich Schlüter
Ulrich Schlüter Redaktion Brake
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

POSITIVES VOTUM Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH – Rießelmann spricht von „Happy End“

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden