RODENKIRCHEN - Erneut konnte der Maschinenring Wesermarsch seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr steigern. Nach Angaben von Geschäftsführer Ingo Bischoff ist im Jahre 2010 vor allem bei der Vermittlung der sechs hauptberuflichen und 97 nebenberuflichen Betriebshelfer sowie zwei Zivildienstleistenden und fünf Dorfhelferinnen eine Steigerung der Einsatzstunden von 29 Prozent verbucht worden. Die Stundenzahl stieg von 38 315 auf 49 556 an.
Für den Gesamtumsatz 2010 inklusive Maschinenring bedeutet das ein Plus von satten 14,5 Prozent gegenüber 2009 auf jetzt rund zwei Millionen Euro.
Große Herausforderung
Während der Jahreshauptversammlung in der Markthalle erläuterte Vorsitzender Renke Harms den Grund der starken Nachfrage nach Betriebshelfern und Dorfhelferinnen. Derzeit seien täglich 30 bis 35 Helfer auf den Betrieben im Einsatz, was für den Maschinenring eine große strukturelle Herausforderung darstelle. „Wir suchen dringend nebenberufliche Betriebshelfer. Sie können sich jederzeit bei uns melden“, so Renke Harms, der auch auf die zukünftig fehlenden Zivildienstleistenden hinwies.
Die hohe Zahl und lange Dauer von Krankmeldungen seien der Hauptgrund für die große Nachfrage beim Maschinenring.
Die Zahl der Mitglieder stieg im Jahr 2010 um zehn auf jetzt 518 und sieben landwirtschaftliche Betriebe sowie ein Lohnunternehmer traten dem Maschinenring bei.
Im Bereich der geleisteten Arbeit und der in Anspruch genommenen Arbeit gab es jeweils Steigerungen. Die Zahl der Betriebe ohne Arbeitsleistung sank von 151 auf 142. Im Durchschnitt stieg der Wert der verrechneten Leistungen pro Betrieb von 3542 Euro auf 4330 Euro.
Plus auf dem Konto
In der Geschäftsstelle in Ovelgönne registrierten die Mitarbeiter 2137 Vermittlungen, die entsprechend der Verrechnungssätze abgerechnet wurden. Der Geschäftshaushalt gestaltete sich somit sehr positiv und es konnten 2631 Euro plus auf dem Konto verbucht werden. Beim Haushaltsvoranschlag für 2011 ging Geschäftsführer Ingo Bischoff von einem ausgeglichenen Haushalt aus.
Bei den Wahlen wurde Peter Cornelius aus Blexerwisch als Vorstandsmitglied bestätigt. Nach fünf Jahren trat Werner Lübben aus Elsfleth von seinem Amt zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Malte Lübben als Lohnunternehmer-Vertreter gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden die Beiratsmitglieder Ralf Schnatbaum (Fuchsberg), Gerd Pape (Bäke) und Frerk Francksen (Isens).
In seinem Jahresbericht ging Vorsitzender Renke Harms nicht nur auf das vergangene Erntejahr ein, er äußerte sich auch zum aktuellen Dioxin-Skandal in Futtermitteln. Eine kleine Gruppe skrupelloser Leute habe eine ganze Branche ins Wanken gebracht und das Vertrauen der Verbraucher sei nachhaltig gestört.
Renke Harms forderte konsequente Sanktionen für die Verursacher. „In Zukunft müssen wir alles daran setzen, dass solche Schweinereien nicht mehr passieren. Dioxin hat in Lebensmitteln nichts zu suchen.“
