RODENKIRCHEN - Der Ausblick für die deutschen Milchviehbetriebe hellt sich auf. „Der Markt für Milch ist positiv“, sagte Gerd Sonnleitner bei der Jahreshauptversammlung des Kreislandvolkverbands Wesermarsch in Rodenkirchen am Dienstag. Deutsche Molkereien würden nun auf dem Weltmarkt verstärkt Fuß fassen. Die Nachfrage der Verbraucher nach Premiumware steige spürbar. Hochwertige Produkte würden vermehrt gekauft, betonte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes in seinem Festvortrag.

Wie Sonnleitner sagte, ist die Stimmungslage der deutschen Bauern gut. Sie hätten Vertrauen in die Zukunft. Auf die Region gemünzt stellte er fest, dass die Wesermarsch in der betrieblichen Entwicklung seit seinem letzten Besuch vor rund zehn Jahren enorm vorangekommen sei. Er sprach von 570 Milchviehbetrieben mit zusammen 47 000 Kühen. „90 Kühe im Schnitt, das ist gewaltig“, betonte der Bauernpräsident.

Sonnleitner sprach sich des Weiteren gegen den immensen Flächenverbrauch in Deutschland mit täglich 90 Hektar aus. Seit 1990 seien der Landwirtschaft rund 550 000 Hektar verloren gegangen. Das könne nicht so weitergehen. Für Sonnleitner war es der letzte Besuch in Rodenkirchen als Bauernpräsident. Seine 15-jährige Amtszeit endet in diesem Sommer.

Ulrich Schlüter
Ulrich Schlüter Redaktion Brake