Rodenkirchen - Bereits am frühen Morgen herrschte vor der Markt- und Hengsthalle in Rodenkirchen reger Betrieb. 130 Schafböcke der Rassen blauköpfiges Blauschaf, Berrichon du Cher, schwarzköpfiges Fleischschaf, Suffolk, Texel und weißköpfiges Fleischschaf wurden dort bei der Schafauktion präsentiert. Erstmalig wurde auch die französische Rasse, das Charollais, in Rodenkirchen vorgeführt.

Den Vormittag über wurden die Böcke der verschiedenen Rassen auf dem Außengelände präsentiert. Hier schauten die Preisrichter vor allem auf die Wollqualität, die Bemuskelung und das äußere Erscheinungsbild, also die rassetypischen Standards.

Bei der anschließenden Auktion, die gegen Mittag begann, wurden in der Hengsthalle die gekörten Böcke der verschiedenen Rassen vorgeführt. Die Käufer beäugten die Böcke kritisch und gaben ihre Gebote ab. Viele Deichschäfer kamen an diesem Tag nach Rodenkirchen, um hier neue Tiere für die Zucht zu erwerben. Dabei konnten die Verkäufer Preise zwischen 200 bis über 1000 Euro erzielen.

„Bei der Fleischschafauktion werden vor allem Schafe verkauft, die eine gute Genetik und eine anspruchsvolle Weidehaltung haben. Es sind Tiere, die auch auf dem Deich gute Zunahmen erzielen können“, erklärte Meike Avramut-Lampe vom Vorstand des Landes-Schaftzuchtverbandes Weser-Ems. „Für die Züchter und die Käufer ist diese Auktion ein besonderes Event, auf das alle schon seit dem Frühjahr hin arbeiten“, sagte Meike Avramut-Lampe. „Die Käufer erhalten viele Informationen rund um die Tiere, können sie direkt vor Ort mit anderen Tieren der Rasse vergleichen.“

Die Auktion in Rodenkirchen ist bis weit über die Grenzen der Wesermarsch hinaus bekannt. Der Ursprung des Landes-Schaftzuchtverbandes Weser-Ems, der im nächsten Jahr sein 100-jähriges Bestehen und damit auch 100 Jahre Herdbuchführung feiert, war einst in Stollhamm. So wundert es dann auch nicht, dass Interessenten aus Bulgarien vor Ort waren, die zehn neue Böcke kaufen wollten.


Auch Käufer aus Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg waren angereist.