RODENKIRCHEN/SCHWEI - Sieger des Kreiswettbewerbs wurde gestern Ovelgönne. Die Kommission bescheinigte auch den Schweiern und Strohausern gute Arbeit.

von rolf bultmann

RODENKIRCHEN/SCHWEI - Dass Schwei und Strohausen eine Zukunft haben, davon sind die Mitglieder der Bewertungskommission nach ihrer gestrigen Ortsbesichtigung überzeugt. Für die Teilnahme am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ reicht es für die beiden Stadlander Teilnehmer des Kreiswettbewerbs jedoch nicht. Für den Landesvorentscheid wird die Bewertungskommission des Kreiswettbewerbs dessen dritten Teilnehmer, das Dorf Ovelgönne, melden.

Diese Entscheidung traf die aus Günter Mühlner (Leiter des Fachdienstes Umwelt beim Landkreis Wesermarsch), Maike Knöppler (Fachdienst Bauen und Planen beim Landkreis Wesermarsch), Annegret Schildt (Kreislandfrauen-Vorsitzende) und Erika Lübben (Landwirtschaftsamt Oldenburg-Nord) bestehende Kommission gestern nach der Besichtigung aller drei Dörfer.

Der Schweier Interessengemeinschaft „Unser Dorf soll schöner werden – unser Dorf hat Zukunft“ bescheinigte Kommissions-Leiter Günter Mühlner, auf dem richtigen Weg zu sein. Die Dorfgemeinschaft Schwei habe sich sehr gut auf den Wettbewerb vorbereitet, wobei es sich auszahle, dass sie sich dabei habe beraten lassen. Schon dies sei für einen Neuling eine besondere Leistung. In Schwei seien zwar schon einige gute Projekte realisiert worden, aber den Schweiern stehe noch eine Menge Arbeit bevor, so Günter Mühlner.

Die Kommission war gestern Morgen um 8 Uhr in Schwei vom Vorstand der Interessengemeinschaft sowie von den Vertretern der Vereine und Institutionen empfangen wurden. Mit einer Kutsche und mit Fahrrädern führte die Rundfahrt unter anderem zum Pastorenbusch, zu den Ortseingangstafeln und zum Pastorenpadd, wobei die bereits realisierten und auch die geplanten Projekte von den Initiatoren vorgestellt wurden.


Beim anschließenden Besuch in Strohausen traf die Kommission auf „alte Hasen, die ihr Geschäft verstehen“, sagte Günter Mühlner. Der Bürgerverein Strohausen, der sich bereits mehrfach recht erfolgreich am Dorfwettbewerb beteiligte, habe seinen Schwerpunkt auf die Erhaltung und Weiterentwicklung der historischen maritimen Bedeutung des ehemaligen Landeshafen Strohausen gelegt. Aber auch die wirtschaftliche Entwicklung sei gut herausgestellt worden.

Beim Rundgang durch Strohausen, der unter anderem zum Dorfplatz im Binnensiel, durch Mengers Park und zum Storchennest im Außendeichsbereich führte, wurde die Kommission vom Vorstand und von etlichen Mitgliedern des Bürgervereins sowie von Stadlands Bürgermeister Boris Schierhold und von Robby Müller aus dem Bauamt, die beide auch bereits in Schwei dabei waren, begleitet.

Unter dem geänderten Titel „Unser Dorf hat Zukunft“ soll der Wettbewerb die Bürger, Gewerbebetriebe, Vereine und Verbände anregen, aktiv an den strukturellen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklungen der dörflichen Lebenswelt mitzuwirken.