RODENKIRCHEN - Nach den ersten beiden Läufen des RH-Scooter-Cups liegt der Rodenkircher Rainer Hartmann in der offenen Klasse auf dem zweiten Platz. Das ist für ihn eine schöne Momentaufnahme. Doch es freut in wesentlich mehr, dass am ersten Septemberwochenende die Scooter erstmals ein Rennen auf dem Sachsenring bestreiten können. Das ist eine Grand- Prix-Strecke. Wir Fahrer freuen uns schon riesig darauf.
Rennen auf Kart-Bahnen
Die Begeisterung schwingt noch am Montag mit, als Rainer Hartmann von diesem Erfolg erzählt. Vor drei Jahren hat der Rodenkircher den RH-Scooter-Cup ins Leben gerufen. Mittlerweile wetteifern rund 40 Fahrer aus dem Bundesgebiet, zehn von ihnen sind in der Wesermarsch beheimatet, um Punkte. Gefahren wird normalerweise auf Kart-Bahnen. Auf der verkürzten Strecke des Sachsenrings gibt es für sie nun eine Premiere. Der Wettbewerb wird nach den Worten von Rainer Hartmann immer populärer, daher sei der Start wohl möglich geworden. Für die einzelnen Rennen würde ja sogar schon im Ausland geworben.
Insgesamt starten die Teilnehmer bei fünf Rennwochenenden. Es gibt vier Klassen: von 50 über 70 Kubikzentimeter bis hin zur 70-Kubikzentimeter-Extraklasse sowie der offenen Klasse über 125 Kubikzentimeter, in der Rainer Hartmann mit seinem Viertakter startet. Sich vernünftig auf ein Rennen vorzubereiten, ist nach seinen Worten jedoch äußerst schwierig. Das Problem sei die Lautstärke der Maschinen. Aus diesem Grund würde auch das Flugplatzrennen in Luneort nicht mehr gefahren. Zum Trainieren böten sich die Strecken im Osten an, beispielsweise auf dem Harzring oder dem Templiner Ring. Das Training sei aber immer mit langen Anreisen verbunden.
Die Scooter hatten in diesem Jahr Probleme, ihre Rennen durchzuziehen. Nach den Worten von Rainer Hartmann war der Harzring überflutet und auch der Heidberg-Ring war nicht zu befahren. Für den Hansa-Ring, der Rennstrecke auf dem Gelände des FSZ Lüneburg, waren die Mopeds zu laut. Der zweite Lauf habe dann doch noch auf dem Harzring ausgetragen werden können. In der offenen Klasse belegte Rainer Hartmann den dritten Platz. Es gewann Ralf Wulf vor Michael Scharre.
Sein Moped der spanischen Marke Derbi weist zwar noch Spuren des spannenden Rennwochenendes auf. In seinem Betrieb an der Molkereistraße/Grüne Straße wird er aber seine Maschine für das nächste Rennwochenende am 26. und 27. August in Templin fit machen. Am Freitag reisen wir an, nach dem Frühstück wird am Sonnabend trainiert, erzählt der Rodenkircher. Es gebe genügend Zeit, das Fahrzeug an die Piste zu gewöhnen. Sonntags würde dann um Punkte gefahren.
Gute Zweikämpfe
Eine Woche später ist es dann so weit: Am 3. und 4. September stehen die Wertungsläufe auf dem Sachsenring an. Und Rainer Hartmann hofft auf gute Zweikämpfe. Für den Scooter-Piloten steht die Sicherheit an erster Stelle. Und er wirbt mit seiner besonnen Art für eine Disziplin, die im Aufwind ist und vom Bremerhavener Motorsportclub unterstützt wird. Der Rodenkircher trägt einer großen Teil dazu bei.
