RODENKIRCHEN - RODENKIRCHEN/ULS - Den Windpark Rodenkircherwurp haben jetzt 15 angehende Elektroniker für Betriebstechnik mit Spezifikation für Windenergie besichtigt. Sie werden derzeit von der Volkshochschule Bremerhaven in Kooperation mit den Gewerblichen Lehranstalten Bremerhaven ausgebildet. Dierk Dettmers, Geschäftsführer der Windpark-Gesellschaft, stellte den Gästen die Anlage vor.
Um den Auszubildenden erste Einblicke in die Praxis zu bieten, hatte das Ingenieurbüro Jadewind aus Varel eine Besichtigung des Windparks organisiert. Zum einen erläuterte der Betreiber umfassend die allgemeinen Voraussetzungen bezüglich Planung und Errichtung eines Windparks. Zum anderen berichtete Dierk Dettmers über die Situation der Windenergiebranche in Deutschland.
Einen Einblick in Technik und Aufbau erhielten die zukünftigen Fachkräfte bei der Besteigung einer der Anlagen des Typs Enercon. Anschaulich informierte Dipl.-Ing. Klaus-Peter Martin, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Windkraftanlagen aus Varel, in 65 Metern Höhe.
Die Auszubildenden im Alter von 18 bis 28 Jahren befinden sich zurzeit im 3. Ausbildungsjahr, das sie im Sommer 2007 mit dem Facharbeiterbrief abschließen. In Rodenkircherwurp erfuhren sie, dass die Branche mit einem globalen Wachstum von 25 Prozent eine der dynamischsten der Welt ist. Die Bundesregierung hält an dem Ziel fest, den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bis 2020 auf mindestens 20 bis 25 Prozent vom Gesamtverbrauch zu erhöhen.
Die Zahl der Arbeitsplätze in dieser Branche beläuft sich auf etwa 170 000, kann bis zum Jahr 2020 auch durch die Weiterentwicklung im Bereich der Offshore-Technologie noch um 150 000 gesteigert werden.
