Harpstedt - Der Vorstand von Bündnis 90/Die Grünen Ortsverband Samtgemeinde Harpstedt schlägt Götz Rohde als Kandidaten für die Wahl des Samtgemeindebürgermeisters vor, das teilte der Ortsverband am Freitag mit.

Der 44-jährige Rechtsanwalt aus Harpstedt habe sich bereiterklärt, für das Amt des Verwaltungschefs der Samtgemeinde zu kandidieren.

Der Vorstand der Harpstedter Grünen sei der festen Überzeugung, dass der Chef der grünen Samtgemeinderatsfraktion aufgrund seiner beruflichen Erfahrung die besten Voraussetzungen mitbringe, um das Amt erfolgreich auszuüben und die Samtgemeinde in die Zukunft zu führen, heißt es in der Mitteilung.

Götz Rohde zeichne sich aus als jemand, der zuhört und auf Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen bedacht ist.

Rohde stammt aus Leer und hat in Osnabrück und Göttingen studiert und in Berlin gearbeitet, bevor er vor elf Jahren aus privaten Gründen nach Harpstedt zog.


Seitdem ist der Jurist in Harpstedt als Rechtsanwalt tätig, seit dreieinhalb Jahren Mitglied der Grünen und seit 2011 Mitglied im Samtgemeinderat sowie Beigeordneter seiner Fraktion im Samtgemeindeausschuss. Außerdem ist er Mitglied in den Ausschüssen für Bauen, Umwelt und Planung sowie für Feuerwehr- und Rettungswesen.

Seit seiner Gründung im Jahre 2005 engagiert er sich als Mitglied des Kunst- und Kulturvereins Harpstedt (KUK), dessen Vorsitzender er seit acht Jahren ist.

Die Frage nach einer Kandidatur habe sich in dem Moment gestellt, als Amtsinhaber Uwe Cordes erklärt habe, nicht wieder anzutreten, sagte Rohde der NWZ . Er sei von Berufs wegen Interessenvertreter, ihn reize es, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in Harpstedt zu vertreten. Ein besonderes Anliegen sei es ihm, ein Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Samtgemeinde zu schaffen. „Dieses Zugehörigkeitsgefühl kann man nicht von oben anordnen, aber stärken“, sagt Rohde. Ein guter Ansatz sei beispielsweise die leider stark geschrumpfte Kulturnacht „Wach bleiben“ die am 26. Juli stattfinden soll. „So etwas kann ein Aushängeschild für Harpstedt sein“, sagt Rohde.

Vorsichtig will der Rechtsanwalt in Sachen Windkraft vorgehen. „Die Akzeptanz steigt, wenn die Menschen sich mit ihren Sorgen ernst genommen fühlen“, sagt er. Deswegen reiche es nicht, bei Planungsverfahren die Öffentlichkeit nur nach formalrechtlichen Gesichtspunkten zu beteiligen. Die Fragen und Ängste der Bürger müssten frühzeitig behandelt werden. Auch dann gelinge es sicher nicht, jeden zu überzeugen, aber man erreiche das beste Ergebnis für eine gelungene Energiewende.   Der Vorstand der Harpstedter Grünen hat die Parteimitglieder für Dienstag, 4. März, 20 Uhr, zu einer Mitgliederversammlung in das Hotel „Zur Wasserburg“ in Harpstedt eingeladen, um über die Kandidatur zu entscheiden.

Neben Rohde wollen bisher Herwig Wöbse (CDU), Klaus Budzin (SPD) und Ulrich Kammermeier-Gaber (FDP) zu der Wahl antreten.