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vor dem Coma-Markt in Bösel gelobt. Aber auch kritische Anmerkungen wurden gemacht.So findet Alfred Meinerling aus Petersdorf, dass die Anstrengungen, weitere Unternehmen in der Gemeinde anzusiedeln, noch intensiviert werden müssten: „Da muss man noch mehr werben, nur so kommt Geld in die Kasse.“ Petersdorf sieht der 63-Jährige auf dem richtigen Weg: Bauplätze würden vorgehalten und auch das Gewerbegebiet wachse. Da mache die Gemeinde gute Arbeit. „Was in Petersdorf fehlt, ist ein Saal.“ Er würde sich wünschen, dass ein Gastsaal dort irgendwann von den ortsansässigen Vereinen gemeinschaftlich betrieben werden könnte.
Rainer Werwein (53) aus Bösel schaute bei der Rollenden Reaktion vorbei, um Lob anzubringen: Gerne würde er die Berichterstattung aus der Gemeinde Bösel lesen: „Sie machen gute Berichte.“
Bernd Dunkel (62) aus Bösel ist ein sportlicher Typ: Gerne ist er auf dem Trimm-Pfad im Waldgebiet an der Jägerstraße unterwegs: „Die Reiter nutzen den ausgewiesenen Trimm-Pfad allerdings auch für Ausritte.“ Von den Tieren sei der Weg schon in Mitleidenschaft gezogen und die Hinterlassenschaft der Pferde würde das sportliche Vergnügen zusätzlich mindern. Mehr Rücksichtnahme aufeinander fände er an dieser Stelle schön.
Theo Gelhaus (70) aus Bösel macht sich Gedanken über die Baupläne für den Windpark Kündelmoor. Er wohnt an der Overlaher Straße und hätte den Windpark in Sichtweite: „Ich hab nichts gegen den Windpark, wenn die das so wollen. Der wird zwar nicht schön, aber damit kann man Geld verdienen.“ Einzig im Norden der Planungsfläche im Bereich Hahnenbergsweg würde sich Gelhaus eine Überarbeitung der Pläne wünschen: „Das ist ein Bereich, den man irgendwann als Naherholungsgebiet nutzen könnte.“ Diese Möglichkeit verbaue man sich.
Zufrieden mit dem Leben in Bösel ist grundsätzlich Waltraud Dewenter: Die 72-Jährige ist viel mit dem Rad unterwegs und kann in Bösel alles kaufen, was sie für den täglichen Bedarf so braucht. „Hier gibt es genügend Geschäfte, vor allem mit Lebensmitteln wird man gut versorgt und die Verkäuferinnen sind freundlich.“ Seit 50 Jahren lebt Waltraud Dewenter in Bösel. Aufgewachsen ist sie in Danzig.
Karl-Heinz Willemsen (54) aus Petersdorf macht sich um die Kirchengemeinde Sorgen: „Es ist traurig, dass Pater Thomas gehen muss, der wäre gerne hiergeblieben.“ Vor allem die Art des Umgangs mit Pater Thomas stößt dem 54-Jährigen übel auf: „Man muss miteinander und nicht gegeneinander arbeiten.“ Willemsen befürchtet, dass die St.-Cäcilia-Gemeinde irgendwann ganz ohne eigenen Pfarrer dastehen könnte. „Und was wird dann? Ich weiß nicht, wie das weitergehen soll.“
In Friesoythe ist Alfred Bullermann (50) bekannt als Stadtschmied, er lebt aber in Bösel: „Und das gerne. Wir haben eine super Infrastruktur, gute sportliche Angebote, gute Schulen und die Kindergärten sind klasse.“ Was ihm fehlt, ist mehr Programm für die eigene Altersklasse im Ort: „Man will ja abends auch mal irgendwo einkehren oder ausgehen.“
Der 70-jährige Karl Groß verfolgt in Bösel ganz eigene Projekte: Gemeinsam mit Alois Schwert will er in Bösel im Bereich Bernethsdamm/Am Tonberg auf einer freien Fläche 5000 kleine Bäume pflanzen. „Jetzt wurde ein Wall aufgeschüttet und es muss ein Zaun gesetzt werden, um Wildfraß zu verhindern“. Im Herbst soll dann gepflanzt werden. Sponsoren- und Spendengelder seien für das Vorhaben schon eingeworben worden. „Das soll dann irgendwann ein Naherholungsgebiet sein.“
