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ROLLENTAUSCH Durch kleinen Pieks zum großen Helden

Typisierungsaktion in barßel

In Barßel findet

am Sonntag, 24. Februar, von 10 bis 17 Uhr die Typisierung für die DKMS im FIP-Pflegezentrum am Mühlenweg 11 statt.

Teilnehmer

müssen zwischen 18 und 55 Jahre alt sein, sie müssen mindestens 50 Kilogramm wiegen.

Eine

Knochenmarkspende hilft Leukämiepatienten. Mehr Infos unter www.dkms.de

In Wiesede ließen sich 950 Menschen in die Datei eintragen. Die Aktion in Barßel findet am 24.Februar statt.

von mirco moormann

barßel/wiesede Es ist Sonntagmorgen, traumhaftes Wetter. Aber Faulenzen ist nicht drin. Ich habe heute Wichtigeres vor: Ich will mich typisieren lassen, und mich so in der Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren lassen. Eineinhalb Stunden später stehe ich in der Grundschule Wiesede bei Friedeburg in Ostfriesland in einer Menschenschlange.

Eigentlich wollte ich mir meinen Mut für die Typisierungsaktion in Barßel am Sonntag, 24. Februar, aufsparen, aber da ich dann keine Zeit habe, will ich schon heute helfen. Und ich bin nicht allein: Wie ich später erfahre, sind fast 950 Hilfsbereite zur Typisierungsaktion, ähnlich der in Barßel geplanten, ins kleine Wiesede gekommen. So viel Mut braucht es offensichtlich doch nicht.


Kurz darauf sitze ich schon Dieter Seemann vom Elternverein für krebskranke Kinder Ostfriesland gegenüber und werde über die Voraussetzungen zur Teilnahme aufgeklärt. „Sie müssen mindestens 50 Kilo wiegen, um überhaupt spenden zu dürfen. Aber die haben Sie ja wohl“, schmunzelt Seemann. „Ob ich dann das Doppelte spenden muss?“ frage ich mich mit Blick auf meinen Bauch.

„Nein, nein, jeder hier spendet nur 5 Milliliter Blut, mehr nicht“, sagt Seemann lächelnd. Weiter erläutert er mir, dass wenn meine Blutmerkmale mit denen eines leukämiekranken Menschen übereinstimmen, ich mit meinem Knochenmark dieser Person helfen kann, neues Blut aufzubauen.

Langsam wird mir doch etwas unwohl, doch die ehrenamtlichen Helferinnen machen ihren Job sehr gut – ich fühle mich in guten Händen. Ich sitze auf dem Stuhl und schaue einfach nur weg, weit weg. Auf die Frage, wie es mir denn gehe, antworte ich „Alles in Ordnung“. Eine glatte Lüge. Ich versuche fest an etwas anderes zu denken und als ich mich gerade richtig fürchten will... „So. Fertig!“ Wie? Fertig? Das wars schon? Ich schaue wieder auf meinen Arm und sehe dort schon ein Pflaster kleben. Das war ja nun wirklich nicht der Rede wert. Bin ich jetzt trotzdem ein Held?

Im Getümmel der Grundschule treffe ich auf Sonja Simentschitsch von der DKMS aus Köln. Sie informiert mich über die Kostenapparat einer solchen Aktion. „Jede Typisierung kostet die DKMS 50 Euro. Wer sich typisieren lässt zahlt natürlich nichts. Das wird mit Spendengeldern bezahlt“, so Simentschitsch. Auch Johannes Budde, den ehemalige Bürgermeister Barßels und Schirmherr der dortigen Typisierungsaktion am Sonntag, 24. Februar, von 10 bis 17 Uhr im Pflegezentrum am Mühlenweg, treffe ich in Wiesede: „Ich hoffe, dass auch in Barßel sich ganz viele Menschen finden, die Leukämiepatienten helfen wollen“, sagt Budde.

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