ROSENBERG - „Im Großen und Ganzen ganz gut“, so das abschließende Urteil des Thermografie-Technikers Martin Flörke. Der EWE-Mitarbeiter hat einen „Wärme-Check“ im Haus von Gisela und Otto Hörmann in Rosenberg vorgenommen und jedes einzelne Zimmer mit einer speziellen Infrarotkamera durchleuchtet, mit der Wärme auf einem Foto farblich abgebildet werden kann. Einige Schwachstellen gab es schon, aber „im Großen und Gnzen ist es in Ordnung“, sagte Flörke.

Bereits seit Anfang dieses Jahres bietet der Energieversorger EWE den „Wärme-Check“ für Privatkunden in den Regionen Varel und Lohne an. An dem Haus der Hörmanns sollte die Premiere vollzogen werden: Gisela Hörmann hatte schon im vergangenen Jahr einen kostenlosen Check bei der Ausstellung „Energiereduzierung bei Immobilien“ der Raiffeisen-Volksbank Varel-Nordenham gewonnen. Doch auf Grund milder Witterung musste der Termin mehrfach verschoben werden. „Erforderlich ist eine Differenz von möglichst mehr als 15 Grad Celsius beziehungsweise Kelvin“ zwischen Außen- und Innentemperatur, erläuterte Flörke. Dabei muss die Wärme im Haus gleichmäßig verteilt sein.

Ende November waren die Außentemperaturen nun kalt genug. Für den Termin haben Hörmanns die Heizungsanlage zwölf Stunden durchgehend bei geöffneten Innentüren laufen lassen, damit Temperaturunregelmäßigkeiten durch Undichtigkeiten später mit der Wärmebildkamera schnell aufgefunden werden konnten.

So entdeckte Flörke beispielsweise Schwachstellen am Fenster. „Durch nicht fachgerecht eingebautes Fenster kann hier Wärme entweichen – ein typisches Problem bei vielen älteren aber auch bei einigen Neubauten“, erklärte Flörke. Als mögliche Folgen nannte er Feuchtigkeit im Wohnraum und Schimmelbildung. Auf weitere Wärmeverluste stieß er unter anderem in den Deckenbereichen mehrerer Räume. „Es fehlt die fachgerechte Einbringung der Luftdichtigkeitssperre. Je nach Windverhältnissen kann so kalte Außenluft ins Gebäude gedrückt beziehungsweise warme Innenraumluft aus dem Gebäude abgesogen werden“, erläuterte der Energieexperte. Auch so gehe Wärme verloren. Zudem können dadurch Luftverwirbelungen im Wohnraum entstehen.

Hörmanns erhalten einen schriftlichen Bericht über den „Wärme-Check“ und können so die Schwachpunkte am Haus gezielt angehen. Nicht zuletzt auf Grund immer wieder steigender Energiekosten besteht Nachfrage am „Wärme-Check“, sagte EWE-Mitarbeiterin Michaela Klammer-Raddatz, zuständig für den Vertrieb in der Geschäftsregion Oldenburg/Varel. So wird das Angebot nach Ablauf der Testphase in Varel und Lohne ab Januar im gesamten Bereich der EWE angeboten. Nähere Auskünfte gibt es unter anderem beim „Service-Punkt“ der EWE in Varel, Neue Straße 10.


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