Hannover - Die Drogeriemarktkette Rossmann rechnet mit einem härteren Preiskampf gegen die erstarkenden Discounter. „Es wurde ungefähr Mitte letzten Jahres erheblich schwerer für uns, weil vor allen Dingen die Lebensmittler wie Netto und Aldi verstärkt Drogeriewaren angeboten haben“, sagte Unternehmensgründer und -chef Dirk Roßmann am Mittwoch während der Bilanzvorlage in Burgwedel bei Hannover.

„Die haben auch ihre Läden umgerüstet und die Sortimente für Drogeriewaren erweitert.“ Roßmann stellte in Aussicht, dass die wachsende Discounter-Konkurrenz seine Branche nach dem Schub der Schlecker-Pleite nachhaltig herausfordere.

Aus Sicht der Rossmann-Manager dürfte Aldi schon bald auch im Segment der Drogerieartikel und Kosmetik die Preisschraube anziehen – so, wie es die Kette bei Lebensmitteln bereits vor kurzem tat. „Wir erwarten das bei Aldi eigentlich immer auf das gesamte Sortiment“, sagte er.

Die Erwartungen spiegeln sich bereits in den Rossmann-Prognosen: Nach 16 Jahren mit zweistelligen Wachstumsraten sieht die Kette ihre Beschleunigung 2014 an eine Grenze stoßen. Mit einem Ausblick von „gut 8 Prozent“ ist das erwartete Umsatzplus diesmal nur einstellig.

In den ersten zwei Monaten 2014 bestätigte sich diese Vorhersage: Die Rossmann-Gruppe, die anders als der Firmengründer nicht mit „ß“ geschrieben wird, setzte 1,06 Milliarden Euro um und verbuchte so gut 8 Prozent Zuwachs. Ende des Jahres will die Gruppe mehr als 7 Milliarden Euro umsetzen. 2013 waren 6,64 Milliarden Euro zusammengekommen – und damit 11,6 Prozent Steigerung.


Zum Ertrag machte die Gruppe nur vage Angaben. Der Rekordgewinn von 221 Millionen Euro vor Steuern aus 2012 sei vergangenes Jahr aber auf jeden Fall gestiegen.