ROSTOCK - Im Prozess um die Erpressung der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) hat das Rostocker Landgericht den Hauptangeklagten am Freitag zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er zusammen mit zwei mitangeklagten Männern die Bank mit etwa 2300 Kontobelegen mutmaßlicher deutscher Steuersünder erpresst hat. Von den geforderten 13 Millionen Euro waren 9 Millionen ausgezahlt worden. Von dem Geld fehlt bis auf wenige Scheine jede Spur. Gegen die beiden anderen Angeklagten verhängte das Gericht Bewährungsstrafen.
Der Fall steht nicht im Zusammenhang mit dem durch die Durchsuchung bei Ex-Postchef Klaus Zumwinkel bekanntgewordenen Ankauf gestohlener Daten der Liechtensteiner LGT-Bank.
